Schwedisches Polarbrot selbst backen

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Schweden ist ja eigentlich nicht für sein Brot berühmt, wenn man jetzt einmal vom Knäckebrot absieht. Aber es hat sich viel getan in den letzten Jahren. Inzwischen ist es “in” sein Sauerteigbrot selbst zu machen und es gibt auch viele sehr leckere Cafés und Bäckereien mit entsprechendem Angebot.

Aber dann gibt es auch noch das ganz normale  abgepackte Supermarktbrot und genau eine Sorte davon, helle Fladen mit dem Namen “polarkakor”, haben es meiner Familie besonders angetan. Es gibt sie im 10er-Pack und dann abgestuft bis zu Großfamilienerpackungen “am-laufenden-Meter” und genau solche haben wir am Ende unseres Schwedenurlaubs in wenigen Tagen verdrückt. Sie sind naja… weder vegan, noch gluten-free, sugar-free oder in sonst irgendeiener Weise superfood-mäßig-gesund, aber eben einfach lecker.

Ich habe mich ein bißchen schlau gemacht und tatsächlich ein Rezept gefunden (und zwar hier von der Zeitschrift “hembakat”), das sich übersetzen und nachbacken ließ. Was tut man nicht alles, um seine Familie glücklich zu maschen?

Kleine Bemerkung noch: Im Rezept wird eine Mehlsorte namens “rågsikt” verwendet, die es in Deutschland so meines Wissens nicht gibt. Sie besteht aus 60% Weizenmehl und 40% Roggenmehl und weil ich zu ungeduldig war, mir extra original  “rågsikt” zu bestellen, habe ich es einfach selbst gemischt.

 

Los geht´s:

für ca 16 St Polarbrote braucht man:

1 Würfel frische Hefe
500 ml fingerwarme Milch
75 g Butter, Zimmertemperatur
3/4 dl heller Sirup (alternativ Invert-Zucker, leicht angewärmt und flüssig)
1,5 TL Salz
6 dl rågsikt
4-6 dl Weizenmehl

 

Und so wird´s gemacht:

1. Die Hefe in einer Schüssel zerbröseln, mit warmer Milch auflösen und nach und nach Butter, Sirup, Salz, rågsikt und zuletzt das Weizenmehl unterrühren. Alles zu einem glatten Hefeteig verkneten und unter einem Tuch 50-60 min ruhen lassen.

2. Den Teig auf einer bemehlten Unterfläche ca 1 cm dick ausrollen. Zuletzt mit einer Gabel dicht an dicht Löcher einpieksen, wenn man dafür nicht ein professionelles Reliefnudelholz besitzt.

3. Ca 13-14 cm große runde Fladen ausstechen (am besten mit einer kleinen Müslischüssel).

4. Die Fladen auf einem mit Backpapier belegtem Backblech noch einmal 30 min gehen lassen. Den Ofen auf 250 Grad Ober- Unterhitze vorheizen.

5. Auf der mittleren Schiebeleiste 6-9 min goldbraun backen.

Lätt som en plätt! (Kinderleicht also)

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Wir haben die nicht benötigten Polarbrote frisch eingefroren und tauen sie je nach Bedarf auf. Sie schmecken sowohl mit süßem, als auch mit salzigem Belag und haben mir auf sehr einfache Weise unglaublich viele Pluspunkte auf der Mama-Beliebtheitsskala eingebracht!

    • Liebe Konstanze,
      Softbröd? Noch nie gehört, habe es schnell mal gegoogelt und bin erstaunt, daß Pågen sein Brot jetzt auch in Deutschland verkauft und so massiv bewirbt. Irgendwie lustig. Ich weiß jetzt nicht ob das Polarbröd den gleichen tollen Vollkornanteil hat, aber ja- es ist definitiv dieselbe Brotart (gleiche Farbe, Konsistenz, einzeln gebacken, ob der Geschmack 100% gleich ist, kann ich natürlich nicht garantieren) Polarbröd und Pågen sind einfach zwei verschiedene schwedische Backfirmen. Du müsstest es einfach mal ausprobieren… und mir vielleicht dann berichten? Viel Spaß mit dem Rezept
      Liebe Grüße, Kathi

  1. Hallo und vielen Dank schon mal für das tolle Rezept. Das Polarbrot eines bekannten schwedischen Einrichtungshaus steht bei meinem Sohn momentan hoch im Kurs. Daher war selber backen bei unserem Durchsatz eine interessante Option. ;-)

    Ich möchte aus der Erfahrung und verschiedenen Experimenten noch folgende Variante beisteuern: ich habe mich weitgehend an Deinem Rezept orientiert jedoch mit einer Mehlmischung aus 3 gleichen Teilen Roggen-, Weizenvollkorn- und Weizenmehl (in meinem Fall jeweils 220g) habe ich jetzt sehr gute Erfahrungen gemacht. Ansonsten alle Mengen, wie im oben aufgeführten Rezept. Ich rolle den Teig dann etwas dünner aus und komme dann bei Broten von ca 20 cm Durchmesser auf 20-22 Stück.

    Das Brot wird dann etwas dunkler, ist dann nach meine, Geschmack aber noch etwas besser für herzhafte Belege geeignet.

    • Lieber Nico,

      also mit Weizenvollkorn habe ich es noch nicht gebacken, das muß ich doch glatt mal ausprobieren. Vielen Dank für den Tip!

      Liebe Grüße,
      Kathi

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