Der erste Schnee in unserem Garten

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Am letzten Donnerstag fiel bei uns der erste Schnee. Am Freitagmorgen war dann das allerschönste Sonnen-Winterwetter und bevor die Hälfte vom Schnee wieder weggetaut war, habe ich schnell ein paar Fotos gemacht.

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Hier der Magnolienbaum in unserem Garten in voller Pracht. Ich kann es kaum erwarten bis er blüht- er ist einfach gigantisch groß.

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Hier sieht man sogar schon die Knospen für den Frühling. Ich bin schon sehr gespannt, welche Blüten letztendlich herauskommen.

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Ganz ungefährlich war es nicht. Ich habe nämlich ein paar Mal eine Schneedusche unter den Bäumen abbekommen, weil in der Sonne alles gleich geschmolzen ist.

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Aber das war es absolut wert.

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Hier der hintere Teil vom Garten mit Schaukel am Apfelbaum und dem Gartenhäuschen.

Unser November: Von Weckmännern, einem verregneten St. Martin und Novemberstrickereien

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Der November begann mit einem Paar Babysöckchen für einen neuen Erdenbürger. Und weil ich mir in den Kopf gesetzt hatte, daß sie richtig, richtig klein werden sollten, habe ich eine Anleitung von Sandnes abgewandelt – die Herzchensocken.

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Diese lustigen Weckmänner nach einem Rezept von Frollein Klein von Klitzeklein sind mir im November im Netz überall begegnet und auch wir haben sie nachgebacken (das Rezept findet ihr *hier)

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St. Martin war bei uns allerdings so verregnet, daß der Zug abgekürzt werden musste und selbst dann hat es die Laternen noch aufgeweicht. Aber die Feier mit Kaffee und Kuchen und verschiedenen Basteleien in der Kita war trotzdem schön.

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Ich habe mir in den Kopf gesetzt, für die Kinder passende Wichtelmützen für Dezember zu stricken. Die, für mich perfekte, Anleitung habe ich dazu bei Gustav och Berta in einem Weihnachtsheft gefunden.

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Ich stricke mit Drops Alpaka, weil es dort einen tolles weihnachtlichen Melange-Rotton gibt.

Und auch mein Pieceful-Cardigan ist ein ganzes Stück gewachsen. Ich bin jetzt in der 4. Reihe und man sieht die Farbgebung jetzt sehr schön. Leider geht es nicht so schnell, wie ich möchte, aber langsam und stetig wächst er. Bald komme ich an die Ärmellöcher.

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Verlinkt mit “Auf den Nadeln” von Maschenfein.

 

 

Oktoberstrickereien…

*immer noch Werbung für Schachenmayr , da dieselbe Wolle für den #mixandknitkal…

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Der Oktober ist eigentlich einer meiner liebsten Strickmonate und jetzt sitze ich hier am Halloween-Abend, am LETZTEN Oktobertag und kann nur auf eine konstant lange Strickliste schauen – gar nichts wirklich abgehakt…puhh!

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Immerhin kann euch vielleicht die schöne Herbstdeko im Hintergrund vom Fräulein Tochter davon ablenken, daß ich beim Piecefulcardigan (Anleitung hier) erst in der dritten Reihe angekommen bin. Das ist auch fast das Einzige, was ich abends noch zustande bringe… insofern ist die Anleitung mit den kleinen Rechtecken schon sehr praktisch.

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Hier sehr ihr jetzt auch meine Reihen, abwechselnd in Indigo und Indigo Degrade, so daß mein Cardigan letztendlich gestreift wird, obwohl er ja eigentlich aus lauter kleinen Rechtecken besteht. Meine Wollauswahl in Blautönen findet ihr übrigens in diesem Blogbeitrag.

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Ich stricke dann mal weiter, alle Geister, Hexen und Mumien aus der Unterstadt waren inzwischen auch an unserer Tür und hoffe auf einen etwas ruhigeren November, der meine Liste schrumpfen lässt.

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Am Meer auf Alnö und über die Surströmming-Premiere in Schweden

Weiter geht´s mit unserem Urlaubsbericht aus Schweden. Am Donnerstag letzter Woche waren wir noch in Sundsvall und sind auf die vorgelagerte Insel Alnö gefahren.

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Das ist eine kleine vulkanische Insel in der Ostsee, mit schönen Sandstränden und Klippen und auch einem Hafen mit Fischerbooten. Leider war es ziemlich bewölkt. Der Sommer liegt hier oben einfach schon in den letzten Zügen: Sandbuddeln und Stricken ging zwar gut, aber Baden nicht so wirklich…zumindest nicht für uns Deutsche. Ein paar abgehärtete schwedische Kiddies sprangen zwar im Wasser rum, aber die sind dann auch bald nach Hause gegangen.

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Sofia und Oskar hatten trotzdem ihren Spaß, wie man sieht.

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Und ich konnte ein bisschen an meinen Kindersöckchen stricken. Die durften auch etwas im Sand modeln, mit Rettungsreifen im Hintergrund und dann sind wir auch schon wieder nach Sundsvall zurückgefahren.

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Wir hatten noch ein Date mit dieser Dose. Am Donnerstag war nämlich Surströmming-Premiere in Schweden, ihr wisst ja, dieser vergorene Fisch in den ausgebeulten Dosen, um den sich viele, viele Geschichten ranken. Da es schon fast 10 Jahre her war, daß ich ihn zuletzt gegessen hatte, hatten wir eine Dose gekauft.

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Und so sehen sie aus, die Filets – recht unschuldig eigentlich.

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Marie, bei der wir in Sundsvall gewohnt haben, hat die Dose übrigens mit Handschuhen unter Wasser im Spülbecken geöffnet und dann gleich den Sud entfernt. Es roch trotzdem – zum Glück war es nicht allzu warm – wie eine Mischung aus Misthaufen und Fisch, aber erträglich.

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Und so habe ich ihn gegessen. Zuerst hartes Tunnbröd, dann gekochte heiße Kartoffeln darauf, in Scheiben, Creme fraiche und rote Zwiebeln und ganz oben die Filets, kleingehackt und verteilt. Also einen ganzen Fisch so, würde ich mir jetzt auch nicht in den Mund stecken. Es schmeckt eigentlich in dieser Kombi ganz gut, aber der Geruch kommt halt irgendwann durch und dann bin ich doch lieber auf normalen Abba Sill umgestiegen. Die Männer am Tisch haben übrigens gar nicht mitgegessen und Stefan musste plötzlich gaaaaanz lange Oskar ins Bett bringen und erschien erst nach dem Essen wieder unten.

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Am Freitag hat es geregnet. Wir haben einen Abstecher zu einem Flohmarkt (Loppis) nach Timrå gemacht. Sofia fand, es gab dort nur Schrott (weil kein Kinderspielzeug) und hat das auch lauthals verkündet. Ich hoffe nur die Ladeninhaber haben kein Deutsch verstanden… Auf dem Rückweg haben wir noch das Schloß Merlo angeschaut. Ein klitzekleines Sommerhäuschen (!) eines vermögenden Holzhändlers Friedrich Bünsow, übrigens ursprünglich aus Deutschland stammend aus dem 19 Jh.

Und am Samstag ging es dann auch schon wieder südwärts, nach Småland.

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In Sundsvall

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Am Sonntag kamen wir in Sundsvall an, dem nördlichsten Punkt unserer Reise. Und ich warne euch, die ersten paar Tage waren sehr pferdelastig hier…es kommen einige Pferdebilder.

Am Montag sind wir erst einmal in die Stadt gefahren, haben uns einen Überblick verschafft, was in der Woche so passiert… nämlich äh, nichts (Für die Schweden ist der Sommer vorbei und damit auch die meisten Programmpunkte.) und ein bisschen eingekauft. Sofia hat uns dann so lange in den Ohren gelegen, bis sie am Montag dann noch eine kleine Abendreitrunde im Garten bekommen hat.

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Die Glückliche!

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Und Oskar durfte auch. Er war so begeistert und wusste nicht wohin mit seiner Freude, daß er gleich ein paar Mal von oben abgesprungen ist…puh. Er fand das auch superwitzig nur ich nicht, weil ich ihn immer auffangen musste.

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Also ab mit ihm, wieder mit festem Boden unter den Füßen, im Garten rumflitzen.

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Am Dienstag haben wir dann eine Reittour durch den Wald gemacht. 1,5 h puuuuh und die Mama durfte nebenher laufen, weil Sofia zum ersten Mal mit Sattel geritten ist und noch nicht so sicher war. Manchmal wurde ich abgehängt, aber dann konnte ich schnell ein paar Fotos schießen.

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Danke, lieber Kråkan, für die schöne Tour!

Auf der Fahrt nach hier oben sind auch noch zwei Mützchen entstanden, die ich hier oben verschenkt habe. Sofia durfte zwischen Weidenröschen modeln, bevor sie am Donnerstag an ihre neuen Besitzerinnen gegangen sind.

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Ansonsten ist nicht viel passiert hier. urlaubsmodus eben. Ein bisschen Shoppen (Garn und Momin-Tassen für die Mama, Süßigkeiten für die Tochter, Clas Ohlson für Stefan) Kaffe trinken und Fika machen, die Kids bespaßen, Hunde spazierenführen, was man halt so macht im Urlaub.

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Wir ziehen um!

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Wenn man am Stadtplatz in Traunstein wohnt, ist es ein bißchen so, wie wenn man auf ein Wimmelbild von Ali Mitgutsch schaut, direkt vor dem Wohnzimmerfenster. Gegenüber ist das Eis Cortina und neben uns ist das Hofbräuhaus. Samstags ist Wochenmarkt, manchmal wir auf dem Stadtplatz musiziert und getanzt und ab und zu kommt die Feuerwehr vorbeigefahren. Im Sommer hört man die Leute in den Straßencafés sitzen und reden und kommt sich vor, wie im Süden von Italien und im Winter riecht es drei Wochen lang nach gebrannten Mandeln und Bosna, wenn der Weihnachtsmarkt direkt vor der Tür stattfindet.

Oskar liebt es, auf die Sofalehne zu klettern, aus dem Fenster zu schauen und die Autos zu zählen. Brmmm…brmmm.

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Wir haben eine kleine, feine Dachterrasse mit einem tollen Blick über die Unterstadt im Sonnenuntergang. Ich habe einen Topf-Dachgarten mit Tomaten, Minze, Basilikum, vielen Geranien, einen Feengarten und einem Miniteich.

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Was wir auch haben, ist eine Wohnung im 4. Stock ohne Aufzug, einen Autostellplatz 400m von der Wohnung entfernt, EIN kleines Kinderzimmer und müde Eltern, die nicht mehr alles hochtragen möchten, was eine 4-köpfige Familie so täglich braucht.

Als Stefan und ich vor 7 Jahren beschlossen, zusammenzuziehen haben wir nur eine einzige Wohnung angeschaut – eigentlich hat sie sogar Stefan alleine angeschaut. Wir waren auf dem Weg in einen Winterurlaub in Schweden und haben auf dem Weg zum Flugplatz zugesagt. Jetzt mit zwei kleinen Kindern wird es einfach Zeit für etwas Neues.

Deshalb ziehen wir um und tauschen unsere Stadtplatzwohnung gegen das hier:

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Ein Haus zum Wohnen und Arbeiten für Stefan, fast im Zentrum von Traunstein. Mit ganz viel Platz, zwei Kinderzimmern, einem Parkplatz vor der Tür und einem großen verwilderten Garten. Die Einladung zur Hausbesichtigung bekamen wir ganz überraschend an meinem Geburtstag. Es war die einzige Annonce auf die wir geantwortet haben und das einzige Haus, welches wir besichtigt haben.

Das Haus ist alt und hat Charakter, um es mal höflich zu umschreiben, aber ich habe Neubauten noch nie gemocht… zu glatt, zu steril. Stattdessen, werde ich mir eine ganze Ladung Vintagekleider zulegen und die Flohmärkte nach 70er-Jahre-Schätzen durchforsten.

Das ist aufregend und auch etwas beängstigend zugleich. Und wenn schon Veränderungen, dann aber auch richtig: Ab 1. August kehre ich auch nach der Babypause in meinen Job zurück, als Tierärztin und zwar hier. Darauf freue ich mich schon sehr, aber spannend wird es auch.

Vor dem Umzug werden wir aber erst noch unseren bereits gebuchten Schwedenurlaub genießen, sozusagen als Ruhe vor dem stürmischen Herbst.

Auf dem Erdbeerfeld

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Was macht man, wenn der Kindergarten an einem Freitag Ende Juni einen Schließtag hat? Man geht auf das Erdbeerfeld und schlägt sich den Bauch voll… gesagt, getan.

Das Wetter war heiß und dann schwül und gewittrig, aber wir haben letztendlich nur ein paar Regentropfen abbekommen.

Das Fräulein Tochter musste sich erst noch umziehen, um Erdbeer-Pflückerinnen-mässig auszusehen, was ihr auch hervorragend gelungen ist: Second-Hand-Kleidchen, Strohhut und zwei Zöpfe, dann konnte es endlich losgehen.

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Oskar war als erster im Feld und fleissig am Futtern. Man konnte ihn immer hinter mir hören. Bei einem begeisterten: “Mhhhh!” hatte er wieder eine Erdbeere gepflückt und ich musste schnell kontrollieren, daß er keine angefaulte erwischt hatte…die Büsche hingen nämlich übervoll!

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Hier die Erdbeer-Pflückerin im Erdbeerfeld:

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Während Oskar eher für die Qualitätskontrolle zuständig war und immer in der Nähe der Körbe zu finden war und die Mama gleichzeitig noch mir dem Foto rumgeturnt ist und versucht hat, im prallen Sonnenlicht einigermaßen taugliche Fotos zu schießen.

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Vier kg haben wir gepflückt, dann ging es schnell heim und in den Schatten.

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Von meinem Geburtstag…

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So sah unsere Kaffetafel am letzten Dienstag aus, als wir meinen Geburtstag gefeiert haben.

Es gab schwedische Himbeer-Zitrone-Schnecken und Erdbeer-Rhabarber-Crumble im Glas und gekaufte Donauwellen.

Da ich langsam schon für den Herbst vorarbeite, wenn Oskar in die Kinderkrippe kommt, war ich am Montag noch an meiner neuen Arbeitsstelle zum Einarbeiten und bin wirklich, wirklich spät nach Hause gekommen. Deswegen wurde der Crumble und die Hefeteilchen schon am Wochenende vorgebacken und eingefroren, was auch sehr gut geklappt hat.

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Oma und Opa kamen zum Kaffetrinken und ich habe von Stefan einen wunderschönen Sommerstrauß bekommen. Schau mal:

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Mit Brombeeren, Hirtentäscherl und Kamille.

Und am Vormittag hatten wir einen geheimen Termin, von dem ich euch vielleicht bald (Daumen drücken ist erwünscht!) erzählen kann…vielleicht sogar schon Ende dieser Woche.

Sonntagsausflug zum Kloster Seeon mit einer Janosch Ausstellung und Biergarten stricken

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Heute waren wir in Seeon, weil es hier alles gab, was sich die Familie an diesem Sonntag gewünscht hat. Sofia mag das Kloster Seeon, weil sie hierher mal einen Kindergartenausflug gemacht hat und die Janosch- Ausstellung sehen wollte, die hier gerade stattfindet.

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Stefan wollte Biergarten und Kaffee trinken.

Ich wollte Outdoor- Stricken und hübsches Fotomilieu und Oskar…wurde nicht gefragt, denn wer noch nichts reden kann, der muß eben einfach so mit. (Hilfe! Ich glaube ich habe zuviele Janosch-Bücher vorgelesen…der Stl färbt schon ab!) Nur die Tigerente haben wir daheim gelassen.

Zuerst waren wir in der Ausstellung mit Original-Radierungen von Janosch. Die war klein und fein!

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Tigerenten weisen den Weg vom Eingang zur Ausstellung.

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Oskar ist dann gleich mal hinter die Vitrinen gekrabbelt und hat es sich in der Fensternische gemütlich gemacht. Was ich bei DER Aussicht in den Innenhof auch gut verstehen kann.

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Also ging es weiter nach draußen.

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Hübsche Deko an der Klosterkirchentreppe…da hat wohl jemand Hochzeit gefeiert, gestern.

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Sofia macht Quatsch auf dem hölzernen Steg über den Klostersee.

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Die Mama macht Fotos und wird fotografiert…Ahhh, Sonne. Sorry, Leute für`s Augen zukneifen, aber es war einfach zu hell.

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Der Papa bekommt endlich Kaffee und Apfelstrudel, die Tochter Apfelschorle und die Mama Strickzeit.

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Richtige Urlaubsstimmung hier!

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Und kurz vor dem Heimfahren noch schnell ein paar Wiesenblumen gepflückt. Schee war´s!

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Der Instagram Shadowban hat mich eiskalt erwischt

Ich mag meinen Instagram Account, er ist zwar klein, macht mir aber viel Spaß. Ich mag den Austausch mit meinen (hauptsächlich) Strickmädels und (ja, ich gebe es zu) gerade jetzt mit zwei kleinen Kindern daheim, postet sich ein Instagrambild einfacher und schneller, als ein Blogbeitrag geschrieben ist…. bis jetzt.

Denn seit März habe ich festgestellt, daß meine Followerzahlen stagnieren und daß meine Likes und Kommentare ausschließlich von Usern stammen, die mir bereits folgen. Als ich dann auf Instagram gehört habe, daß man Bilder zum Teil nur noch eingeschränkt sehen kann, habe ich nachgeforscht und JA mein Account war seit Anfang März “geshadowbanned”.

Für alle die, die das Wort jetzt zum ersten Mal hören:

Was ist der Instagram Shadowban?

Der Begriff Shadowban stammt eigentlich aus anderen Medien, wurde aber von Instagram Usern auf Instagram übertragen und übrigens von Instagram nie öffentlich bestätigt. Ziel des Shadowbans ist es eigentlich Spam und Fake-Accounts auf Instagram einzuschränken, was ja zunächst eigentlich eine gute Sache ist. Leider sind wohl im Zuge dieses “neuen Algorithmus” oder was auch immer Instagram verändert hat, auch viele unschuldige Instagrammkonten betroffen.

Die Auswirkungen sind eine massive Einschränkung der Reichweite. Wenn ihr also zum Beispiel den Hashtag #stricken verwendet, wird euer Bild von allen Usern, die euch nicht folgen NICHT zu finden sein, während alles für euch selbst und eure Follower ganz normal aussieht. Das ist auch der Grund, warum man, so wie ich, wochenlang gebannt sein kann, bevor man schließlich dahinterkommt was los ist.

Manchmal habe ich mich zwar gewundert, daß bei einzelnen Hashtags eine so geringe Anzahl Bilder angezeigt werden, wenn insgesamt viel mehr Beiträge rechts oben mit der grauen Schrift gelistet sind, aber ich dachte, das hat etwas mit dem neuen Algorithmus zu tun.

Wie kann man feststellen, ob man betroffen ist?

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Es gibt eine Webseite, mit der ihr euer Konto, oder mit der URL auch einzelne Bilder testen könnt… diese Seite hat leider bei mir nicht richtig funktioniert, aber einen Versuch ist es wert. Dafür wurden mir bei den einzeln getesteten Bildern genau angezeigt, welche Hashtags Instagram im Moment gar nicht mag, aber mehr dazu später…

Oder ihr bittet einen Bekannten mit einem Account, der euch nicht (!) auf Instagram folgt, nach den letzten verwendeten Hashtags von euch zu suchen und prüft, ob eure Bilder unter neueste Beiträge auftauchen. Falls nicht, dann seid ihr höchstwahrscheinlich auch vom Shadowban betroffen.

Die nächste Frage ist dann:

OMG, warum bin ausgerechnet ich betroffen?

Ab hier kursieren nur noch Spekulationen, da Instagram sich selbst ja noch nicht dazu geäußert hat, aber das hier habe ich gefunden:

– ihr verwendet Hashtags von der schwarzen Liste / Blacklist

Manchmal setzt Instagram gewisse, an sich unschuldige, Hashtags auf eine schwarze Liste, weil sie von Seiten der Sparte “Erwachsenenunterhaltung” oder Spammern missbraucht wurden. Wenn ihr (unbewusst) diese Hashtags verwendet, seid ihr automatisch mitgebannt.

Falls ihr auf der sicheren Seite sein wollt, eine Liste gibt es hier:

Und ja, während die meisten Hashtags nicht ohne Grund auf dieser Liste sind, es stehen auch #easter und #valentinesday mit darauf. Hashtags, die Instagram bei mir nicht mochte waren #nordicknitting…. ich vermute, wegen dieser zufälligen Buchstabenkombination #norDICKnitting?

-Ihr verwendet Bot Apps, die für euch liken, folgen oder entfolgen oder ihr habt Follower oder likes gekauft

– ihr verwendet zu viele Hashtags

Ich gebe es ja zu, auch ich packe gerne alles an Hashtags in einen Post hinein, aber Instagram mag das nicht. Auch habe ich durch die Shadowban-Test-App festgestellt, daß zum Teil Hashtags, die ich noch in die Kommentare geschrieben hatte, gebannt wurden. Außerdem mag es Instagram nicht, wenn ich dieselben Hashtags immer wieder verwende. Irgendwann, sind sie dann einfach gebannt und damit das ganze Bild mit ALLEN verwendeten Hashtags.

Also zu viele und immer dieselben Hashtags, sieht Instagram auch als Spamaktivität an!

– ihr habt zuviel gelikt und kommentiert

Wieder könnte euch Instagram mit Spamaktivitäten gleichsetzen und ihr werdet gebannt

– ihr habt einen Bussiness-Account

Die Wahrscheinlichkeit für einen Shadowban steigt wohl um ein Vielfaches, wenn ihr einen Bussiness-Account besitzt.

Was ich getan habe, um den Shadowban wieder aufzuheben:

Ich habe nicht wirklich viel Ahnung davon, was den Bann letztendlich aufgehoben hat, aber dies habe ich gemacht:

-ich habe mein Instagramkonto vom Bussiness-Account auf privaten Account zurückgestuft

– ich habe mein Passwort und meine Biographie geändert

– ich habe Instagram mein Problem gemeldet, mehrfach, auch wenn ich natürlich keinerlei Reaktion darauf bekommen habe, aber trotzdem!

– und schließlich, das Wichtigste: ich habe meinen Account 48 Stunden ruhen lassen! Komplett ruhen – nicht mal eingeloggt habe ich mich – und ich glaube, das hat letztendlich auch geholfen.

(Angeblich hilft es, weil Instagram merkt, daß ihr kein Spamaccount seid oder gehackt worden seid und hebt den Bann auf)

Und jetzt?

Tja, jetzt ist alles irgendwie beim Alten, aber auch nicht.

Während ich früher fröhlich mit vollen Händen Hashtags unter meine Bilder gesetzt habe, fühle ich mich jetzt irgendwie gehemmt. Niemand weiß ja so richtig was los ist und natürlich möchte ich, daß meine Bilder auch zu sehen sind…oder sage ich einfach: Sch… drauf und begnüge mich mit den Followern, die ich bin jetzt habe?

Was denkt sich Instagram als nächstes aus? Muss man dann auch für Reichweite bezahlen, wie bei Facebook? Irgendwie mag ich den Gedanken auch nicht, daß mir Instagram vorschreibt, dass ich meine Strickhashtags von nun an nicht auf norwegisch, deutsch und englisch posten darf, weil das die unsichtbare vorgeschriebene Optimalmenge übersteigt und überhaupt was ist mit all den Linkpartys, die zum Teil schon jahrelang bestehen? Werden die nun alle gebannt, weil der Hashtag zu oft verwendet wurde, oder darf man ihn nur noch jedes zweite Mal verwenden oder…

Ehrlich gesagt habe ich noch keine Ahnung!

Aber eine Lehre, die ich aus dem ganzen Dilemma gezogen habe ist die, daß ich einfach wieder mehr auf meinem Blog schreiben muss, weil hier kann ich schreiben was ich will und so viele Hashtags drunter setzen oder einbauen, wie ich mag.

Das hier ist ein Teil meiner Bilder, die immer noch gebannt sind.

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Seid ihr auch betroffen? Wisst ihr mehr dazu oder habt ihr selbst Erfahrungsberichte? Nur her damit…