Große Garnliebe: Der Havskumgenser aus Tynn Line

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Der Havskumgenser ist fertig! Schon seit einer kleinen Weile, aber heute Abend hat sich das Fräulein Tochter zu einem Tragebild überreden lassen und damit kann ich ihn endlich verbloggen.

Ich liebe das Garn dazu: Tynn Line von Sandnes. Das Garn ist neu, erst in diesem Jahr herausgekommen und das passende Heft ( gibe es jetzt sogar auf Deutsch übersetzt!!) von Sandnes ist ein absoluter Traum, den ich sofort von der ersten bis zur letzten Seite durchstricken könnte, wenn ich die Zeit dazu hätte.

Das Leinengarn gibt es auch noch in einer dickeren Stärke mit dem passenden Erwachsenenpulli dazu und der steht ganz oben auf meiner Strickliste, als Egostrick für mich!

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Aber zum Pulli:

Gestrickt habe ich mit Tynn Line (Baumwolle, Viscose, Leinen) in der Farbe støvet lys blå mit Nadeln Nr 3 und für 6 Jahre (die Größen sind reichlich bemessen, also eher etwas zum Reinwachsen)

Die Anleitung ist super, Raglan von unten und dann die Ärmel mit dem Lacemuster einsetzen.

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Und so sieht er dann fertig aus:

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Und am Fräulein Tochter:

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Das war bestimmt nicht das letzte Projekt mit der Tynn Line. Auf der Liste stehen noch so 3-4, aber die werde ich in diesem Sommer bestimmt nicht alle schaffen.

Verlinkt mit “Auf den Nadeln” von Maschenfein und Kiddikram.

Ein neuer Snøløvgenser…

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Erinnert ihr euch noch an meinen Marygenser vom Januar? Er hat Zuwachs bekommen: Es gibt nämlich nicht nur eine Anleitung für den Erwachsenen-Pullover, sondern auch für Kinder und Mützen und Jacken…eine richtige Familie. Das Muster heißt dann übrigens “Snøløv” oder auch “Winterbud”.

Und weil Sofia auch so einen Flauschepulli haben wollte und ich nicht nein sagen konnte, habe ich Anfang Mai einen Winterbud-Pullover für Sofia angenadelt.

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Ich weiß auch nicht, was an diese Anleitung für ein Geheimnis hat, aber nach einer Woche war ich schon oben am Muster. Dann gab es eine kleine Verzögerung, weil mir die Musterfarbe nicht gereicht hat und ich nachbestellen musste, aber…trotzdem, war ich nach gut 3 Wochen fertig.

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Er ist genauso toll, wie sein großer Bruder geworden und darf auch mit in den Sommerurlaub nach Schweden. Da kann man einen warmen Pulli bestimmt gut gebrauchen.

Gestrickt mit Drops Air und Nadeln Nr 5.

Anleitung von Marianne J. Bjerkmann von Ravelry

Verlinkt mit “Auf den Nadeln Juni” und “Kiddikram

Eine unendliche Geschichte oder… Ballettjäckchen für Sofia

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Die unendliche Geschichte vom Ballettjäckchen für Sofia. Das Kind wollte einen Ballettbolero aber die gekauften waren der Frau Mama nicht recht, weshalb sie beschloss, das Jäckchen einfach selbst zu stricken. Das war ungefähr Ende Januar und zu diesem Zeitpunkt kam auch die Wolle an: Brushed Alpaca Silk in der Farbe lavendel.

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Ich war von dem Garn begeistert und habe gleich ein Märchenbuchshooting mit ihm gemacht. Hach, einfach fotogen – dieses brushed Alpaca. Leider hat es mit der Anleitung gehapert, denn irgendwie war alles in 4 Teile für den Körper und dann noch extra Arme aufgeteilt und nachdem ich angefangen hatte zu stricken hatte ich überhaupt keine Lust auf ewiges Nachmessen und nachher Zusammenstricken und, dazu noch Umrechnen…

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habe deshalb erst einmal Stulpen gestrickt, während ich über die Ballettjäckchen-Anleitung weiter gegrübelt habe. Dann gab es noch ein fotogenes Shooting, diesmal grau in grau und mit neuem Tonpapier in der Fotoecke. Habe ich schon erwähnt, daß die wolle unglaublich fotogen ist – hach.  Inzwischen schreiben wir übrigens Mitte März, wie man an den Weidenkätzchen im Hintergrund sehen kann….hüstel, räusper.

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Im März waren dann auch die Stulpen fertig, das Kind glücklich und die Mama hatte sich noch etwas Zeit verschafft, um endlich das Jäckchen anzugehen.

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Und im April kam mir dann endlich ein Geistesblitz. Es wurde ein Raglanjäckchen mit einfachen Abnahmen an der Vorderseite und mit einem I-Cord-Abschluss, der im Bindebändchen endet (nicht von mir, die Idee, die habe ich in meinem Paelas-Buch gefunden und einfach geklaut!)

Und schwupps, war das Ballettjäckchen fertiggestrickt. Mit 5er-Nadeln geht es auch (eigentlich) wirklich ratz-fatz.

Fertig!

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Falls ich noch eines stricke, würde ich den Körperteil noch etwas schmaler machen und ich liebäugele auch mit einem anderen Garn, nämlich der neuen Premia von Lamana, die würde da hervorragend dazu passen..und es gibt sie auch in einem herrlichen puderrosa. Aber bis dahin bin ich einfach froh, daß diese unendliche Geschichte ein Ende gefunden hat.

Verlinkt mit Maschenfein “Auf den Nadeln im Mai”

Frühlingsprojekte

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In meinem Strickkorb ist der Frühling ausgebrochen. Nachdem ich ja letztes Mal dänische Wolle bestellt habe, habe ich diesmal norwegische Wolle von Sandnes Garn in Schweden bestellt (man gönnt sich ja sonst nichts).

Aber ganz ehrlich, wenn Sandnes ein dünnes Sommergarn im Leinen-Baumwolle-Mix rausbringt in wunderschönen Farben, also wirklich toll (schau mal hier), von dem natürlich 10 Farben direkt vergriffen sind, dann muss ich einfach zuschlagen.

Das passende Heft habe ich mir auch gleich gekauft und diesen Pulli möchte ich gerne in hellblau-grau-grün für Sofia stricken.

Außerdem liegt noch eine Knitting for Olive Anleitung für ein Bohemeperletop herum, zu der ich die Tochter mit einem wunderschönen rostbraun überreden wollte, aber sie mag nicht.

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Also bekommt sie jetzt ein grau-lila Bohemetop. Ich finde ja es sieht etwas nach Steampunk aus, deswegen heißt es bei uns daheim nur noch Steampunk-Top. Dafür durfte ich sage und schreibe 420 Maschen anschlagen und darf jetzt gut 20 cm mit 3er-Nadeln hochstricken…puuuh…das zieht sich. Dafür wird das Schösschen/Röckchen auch richtig weit, was bestimmt toll aussieht und mit der richtigen Serie von Netflix geht das auch. Was schaut ihr denn gerade so? Bei mir ist gerade Nashville sehr angesagt …

Verlinkt mit “Auf den Nadeln” von Maschenfein

Knitting for Olive´s Swing Skirt

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Hallo ihr Lieben!

Ich habe mal wieder Wolle bestellt. Diesmal zur Abwechslung aus Dänemark von Knitting for Olive… und ich war schwer begeistert, sowohl von den Farben, als auch von der Qualität. Links sehr ihr eine Merinowool in “verbrannter Orange” und rechts eine Pure Seide in der Farbe “Quitte”.

Die Quitte ist nicht auf meinem Mist gewachsen. Eigentlich hatte ich mit einem schönen Senfton oder Curry geliebäugelt, aber das Fräulein Tochter hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht und wollte: “Goldgelb nicht K*braun…” Na gut, ok.

Und weil es bei Knitting for Olive auch wunderbar süße Anleitungen (besonders Mädchensachen) gibt, habe ich den Swing Skirt ausprobiert.

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Er ist superschön geworden – auch wenn mich die letzten Reihen mit der extremen Weite fast gekillt haben und das Garn ist auch mit 28 M/10 cm eher dünn.

Hier eine Detailaufnahme:

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Und was soll ich sagen. Inzwischen habe ich mich mit dem Gelbton voll und ganz ausgesöhnt.

Zum Glück ist gelb ja in diesem Sommer “in” und auch in der aktuellen Next-Kollektion gut vertreten, bzw  es gibt dort gute Kombimöglichkeiten mit dunkelblau und grau. Also schnell noch ein paar Basics von dort bestellt und alles ist gut.

Verlinkt mit “Auf den Nadeln” von Maschenfein

Miniselbu – Norwegerhandschuhe

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Diese kleinen Babyhandschuhe im Selbu-Muster (einem traditionellen Norwegermuster-Stil) habe ich neulich als Zwischenprojekt gestrickt. Sie ähneln ein bißchen meinen Adventskalenderhandschuhen, aber diese hier sind zum Tragen gedacht.

Das Muster ist gratis und auf der Seite von Tina Hauglund alias Strikkezilla zu finden. Leider nur auf norwegisch, aber eigentlich erklärt sich das Muster von selbst und die Anleitung ist wirklich supersüß für die Allerkleinsten von 3-12 Monaten. UND eine prima Restegarnverwertung!

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Verlinkt mit “Auf den Nadeln im Februar” von Maschenfein und Kiddikram.

Mein Marygenser

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Der Marygenser von Marianne J. Bjerkmann stand schon lange auf meiner Strickliste (“Genser” bedeutet einfach Pullover, aber da Marypullover irgendwie nicht passt, lasse ich das mal so stehen). Ich hatte sogar schon das Garn im Schrank, aber dann kam die Schwangerschaft dazwischen und da ich mich jetzt endlich wieder meinen normalen Maßen nähere, bin ich das Projekt im Januar endlich angegangen.

Und was soll ich sagen? Ich bin selbst erstaunt, wie schnell das ging aber in 14 Tagen war er fertig.

Gestrickt habe ich mit Drops Air in himmelblau und naturweiß mit Nadeln 4,5 mm und 5 mm. Die Anleitung war sehr einfach zu verstehen und kommt sogar in drei Sprachen (Englisch, Norwegisch und Deutsch!). Das Muster ist auch super geeignet für Anfänger des zweifarbigen Strickens, weil es insgesamt nur 2 x 8 Reihen mit zwei Farben gibt, ansonsten wird einfach abgewechselt und die Paßform war für mich einfach perfekt.

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Bei Marianne auf Ravelry gibt es noch eine Vielzahl anderer Anleitungen  mit demselben Muster und das Töchterchen hat auch schon einen Wunsch angemeldet ( Das Muster heißt auf Norwegisch übrigens #snøløv und auf Englisch #winterbud)

UND ein Tragebild gibt es auch schon, denn ich habe ihn am letzten Wochenende auf dem Eis am Chiemsee ausgeführt.

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Verlinkt mit Marisas “Auf den Nadeln Februar” und RUMS.

Der allerschönste Julevotter-Adventskalender für Sofia

2014 habe ich den Julevotter Adventskalender von Kari Haugen schon einmal gestrickt und ihn damals als allerschönsten Adventskalender betitelt (und zwar hier)… da muss ich mich jetzt ein kleines bißchen berichtigen, denn der aller-allerschönste Adventskalender ist eindeutig dieser hier: Der Julevotter-Kalender für Sofia. In Rosa und Silber!

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Alles fing im Oktober damit an, daß ich mir “meinen” Adventskalender, der inzwischen vom Fräulein Tochter in Besitz genommen wurde, gerne wieder zurückgeholt hätte.

Also habe ich sie mit einer eigenen Version bestochen. Diemal in Drops Karisma und diversen Metallicfäden und Restegarn. Auch wenn Rosa und Silbern das Hauptthema sind, wollte ich trotzdem etwas gedämpfte Farben und die waren bei der Karisma am besten vertreten.

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So, sollte er werden. Am Anfang war da auch noch ein Plan, einen eigenen Kalender für Oskar zu machen, aber das war zeitlich einfach gar nicht möglich. Nur die Farben stehen schon. Nämlich hier:

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Auch wunderschön, aber dann eben ein Plan für nächstes Jahr.

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Das hier waren also die aktuellen Arbeitsmaterialien und dann wurde gestrickt und gestrickt…

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Bis die ersten dann fertig waren. Ich habe oft einfach ein paar Reihen weiß mit silberner Gullfasan von Dale ersetzt oder ein dünnes Silberfädchen als Beilaufgarn mitgestrickt.

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Die Nr. 15 (Sofias Geburtstagszahl) bekam ein kleines Monogramm und eine Jahreszahl – auch wenn es ganz schön schwierig war, sie längs einzustricken. Vorgestern ist er dann endlich fertig geworden.

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Mit der Deko bin ich allerdings noch nicht fertig (Dem Fräulein glitzert es noch nicht genug), aber die kann auch nach und nach noch hinzugefügt werden. Ich zeige euch mal einige Besispiele:

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Hier habe ich die Zahl mit silbernem Faden in Maschenstich nachgestickt.

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Hier ist die Zahl mit Metallicgarn umstickt.

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Mein manchen Zahlen habe ich silberne Schneeflocken aufgestickt.

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Oder kleine Knötchen auf die einzelnen Maschen gesetzt.

Jetzt ist er schon befüllt und wartet auf seinen Einsatz. Morgen Abend werde ich ihn still und heimlich ans Eisenbett von Sofia hängen- das hat superviele Schnörkel und dort hing schon früher immer mein Adventskalender. So kann er morgens ganz praktisch – noch im Bett – geöffnet werden.

Schnell noch mal die Fakten: Muster von Kari Haugen für Dale Norway (Hier)
Gestrickt mit Drops Karisma Nadelstärke 3,5 mm

Größe der Handschuhe ca. 10-11 cm

So, und jetzt bin ich aber auch froh, daß er fertig ist!

Verlinkt mit Kiddikram und “Auf den Nadeln” von Maschenfein

Workshop: Kreatives Kranzbinden im Spunkhaus München

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Am Mittwoch war ich in München auf einem Workshop über kreatives Kränzebinden. Ich hatte die Ankündigung von Karin (greenfingers-munich) auf Instagram gesehen und mich relativ spontan angemeldet. Im nachhinein genau die richtige Wahl, denn Oskar hatte sich in den letzten Wochen einen fiesen Erkältungsvirus eingefangen, der uns mehr oder weniger an die Wohnung gefesselt hat und ich musste dringend mal raus.

Der Workshop fand im Spunkhaus von der lieben Ling statt, ein Kreativraum, der an einen Laden angeschlossen ist, nämlich das Karusa. Dort werden Handarbeiten von Kleinunternehmern angeboten.

Meine Bloggerfreundin Fanny war auch dabei und als wir ankamen wurden gerade die letzten Vorbereitungen abgeschlossen. Uns erwarteten eine Riesenmenge Grünes, zusätzlich die verschiedensten Dekorationen und für jeden Teilnehmer ein ganz liebevoll gestaltetes Platzkärtchen.

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Hier seht ihr Fanny von Fannys liebste – meine Sitznachbarin, die sich gleich die passende Gartenschere zum Shirt ausgesucht hat, nämlich Rosa!

 

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Karin hat uns zuerst die Herstellung eines Kranzunterbaus aus weidenähnlichen Ästen und Reisig erklärt – da sah mein Kranz dann so aus:

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Als nächstes wurden verschiedene Nadelzweige oder auch Oliven- und Eukalyptuszweige aufgesteckt. Mein Ziel war übrigens ein etwas wilderer, nicht zu fest und ordentlich gebundener Kranz, der asymmetrisch geschmückt werden sollte, insofern hat mir diese Kranzart schon mal sehr gut gefallen.

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Wir haben uns dann wie wild auf das Grünzeug gestürzt und in kurzer Zeit war der Arbeitstisch ein einziges kreatives Chaos.

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Hier seht ihr meinen fast fertigen Kranz:

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Karin hat uns geduldig alles erklärt und zwischendurch auch geholfen – Sie wollte uns auch immer wieder zu einer Pause überreden, aber alle waren total ins Kranzbinden vertieft, so daß wir kaum Zeit zum Ratschen und Essen hatten.

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Fanny hat sich ein kleines Glitzerdetail hinzufügen aus Kupferdraht gedreht. Und weil wir alle so superschnell waren, durften wir auch noch ein paar kleine Kränze mit einem Drahtringunterbau winden.

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Also bekam Sofia auch solch einen Minikranz mit Fanny-Glitzer-Kupferschleife.

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Mein Lieblingsschnappschuß vom ganzen Workshop. Fanny beim Dekorieren ihres Kranzes mit Hagebutten.

Und gerade als wir gedacht haben, jetzt haben wir alles verwertet ist Karin zum Auto gelaufen und hat uns noch gewickelte Strohrömer und Kerzen gebracht. Wahnsinn- die Auswahl war wirklich unglaublich.

Nach einem zweiten Minikranz mit Olivenzweigen, habe ich mich noch ein bißchen im Laden umgeschaut und ein paar Kleinigkeiten für den Adventskalender gekauft.

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Es war einfach toll. Ich habe mir ja schon oft gewünscht in meinem Blumenladen mal selbst hinter den Kulissen zu stöbern und genauso habe ich mich dort gefühlt. Vielen Dank Karin und Ling für diesen tollen Workshop:

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Meinen großen Kranz habe ich sogar heil im Zug bis nach Hause transportieren können. So ist er geworden. Jetzt wird er noch mit Kerzen und ein bißchen Glitzerdeko verziert, damit er ein richtiger Adventskranz wird.

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Verlinkt mit Friday-Flowerday vom Holunderblütchen.

Schwedische Kinderbuchstrickereien: Die Findus-Mütze

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Schaut mal, was ich in meinem Bücherregal gefunden habe. Einen Schatz aus Schweden. Celia B. Dackenberg hat in schwedischen Volksmärchen und Kinderbuchklassikern botanisiert und die charakteristischsten gestrickten Kleider der Hauptpersonen dort zusammengetragen. Denn wenn man sich aufmerksam durch die schwedische Kinderliteratur liest, findet man sie überall: angefangen von Pippis Strümpfen über Willi Wibergs braunem Pulli bis zu Majas grüner Gartenjacke von Lena Anderson. Die Bullerbükinder haben sowohl im Buch, als auch im Film ein ganzes Arsenal an zeittypischen Stricksachen zu bieten.

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Ilon Wikland ist nicht nur eine wunderbare Illustratorin, sie muss auch selbst gestrickt haben.

Da bei uns mal wieder passender-Mützen-Mangel herrscht, wie eigentlich immer, hat es mir das Mützen-Kapitel besonders angetan. Zuerst die Nils Holgersson-Mütze, die übrigens wie ein Bratenschlach gestrickt wird und dann ineinander geschoben wird, damit eine extra doppelte Wollschicht (bzw mit umgekrempeltem Rand – eine 4-fach schützende Wollschicht für die Ohren) entsteht. Schlau oder?

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Danach kommt im Buch die Toppluva dran, die auch vom Kater Findus getragen wird…außer im Weihnachtsbuch, da hat er einen roten Wollsocken als Mütze auf. Und die habe ich nachgestrickt. Ein Knäul Babymerino war noch übrig.

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Sehr schön auch die Quaste als Abschluß, da wir hier alle seit dem Halstuch im Quastenfieber sind. Die Mütze passt perfekt und sehr schön finde ich auch die sternförmige Abnahme an der Spitze.

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Die Mütze passt genau zu einer Baggytrousers von Ministrikk, die schon eine Weile halbfertig darumlag und jetzt genau von der Größe passt. Ihr sehr übrigens, daß sich der Rand der Mütze unten umrollt – sollte die Mütze etwas zu groß sein, einfach etwas weiter umrollen – so kann sie auch noch um einiges mitwachsen. Sehr praktisch.

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Verlinkt mit “Auf den Nadeln im November” von Maschenfein, Kiddikram und Creadienstag