Aus unserem Urlaub: Ausflug nach Lauterbach

Man kann ja seinen Urlaub nicht nur in einer Fachwerkstadt verbringen, wenn es noch andere schöne Städtchen drumherum gibt. Zwar hat Alsfeld eindeutig, den schöneren Marktplatz, aber auch in Lauterbach gibt es wunderschöne Ecken… und einen Wolladen, bei dem ich natürlich vorbeischauen musste.

Hier sind wir auf dem Weg zu den Trittsteinen über die Lauter, einem ganz alten Übergang… ob jetzt als schnelle Abkürzung, oder weil sich die ALuterbacher damals keine Brücke leisten konnten, daran scheiden sich die Gemüter.

Sofia war gleich voll dabei. Oskar hat lieber am Brunnen nebenan geplanscht.

Ach ja und an dieser Stelle steht auch das Strolch-Denkmal in der Lauter. Einserseits Werbegesicht für den Lauterbacher Camenbert, den es aber wohl gar nicht mehr gibt? (ich habe keinen mehr gefunden) andererseits kommt er ja auch in dem Lied: „In Lauterbach hab´ich mein Strump verlorn“ vor.

Dann hatten die Kinder aber Hunger, also sind wir am Ankerturm wieder hoch zum Marktplatz gelaufen und haben uns in der Milchbar gestärkt.

Ich bin immer noch ganz begeistert von den tollen Fotohintergründen in Lauterbach… ich glaube, da muss ich bald nochmal wieder zum Fotografieren hin.

Ausflug in den Vogelpark Schotten

Ich habe hier noch ein paar Bilder aus unserem Hessenurlaub für euch. Auf der Vortreppe vom Haus sitze ich am liebsten. Man hat immer einen warmen Popo vom Sandstein… nun gut, DAS Argument zieht in diesem Sommer jetzt nicht so und ich kann auch gut die gesamte Dorfstraße beobachten. Nicht, daß im Dorf sehr viel aufregendes passiert, aber trotzdem- ab und zu kommt dann doch jemand zum Ratschen vorbei.

Die Zweite Ankersjakke auf den Nadeln, diesmal in Grau und für Oskar.

Und weil so schönes Wetter war haben wir an einem Tag auch noch einen Ausflug in den Vogelpark Schotten gemacht.

Den Vogelpark mag ich sehr. Er ist so herrlich unhektisch und unaufgeregt entspannt…während man beim Zoo in München schon den ersten Schweißausbruch an der Kasse hinter sich hat oder sogar schon in der Schlange zur Kasse (nun gut der spielt vielleicht auch in einer anderen Liga) hatten wir noch nie großen Stress beim Besuch in Schotten.

Immer gibt es irgendetwas neues Gebautes oder ein neues Areal zu sehen, das mag auch daran liegen, daß der Park eine anerkannte Werkstatt für Menschen mit Behinderung ist und ein Teil der Einrichtung der Schottener sozialen Dienste. Außerdem kann man an der Kasse kleine Tüten mit Gemüsekroketten kaufen, die man an die Tiere verfüttern darf – wenn sie hungrige Kinder nicht zwischendurch knuspern..hähmm… und der Kaffee und der Kuchen im hauseigenen Café sind wirklich, wirklich gut.

Wir haben uns als erstes auf den Weg bis zum Streichelgehege ganz hinten gemacht, unterwegs bei Adler Oskar einen Stop eingelegt und dann die gierigen Schafe und Ziegen gefüttert.

Dann hatten wir schon die ersten Gewitterwolken über uns stehen und haben schnell den Rückweg angetreten.

Mussten dann aber natürlich noch am Alpakagehege halten und schauen, wie schnell Herr Lama seine Futterkroketten weginhalieren kann… sehr schnell: 10 in 10 Sekunden ungefähr.

Die Stachelschweine und die richtigen Schweine haben es sich derweil gemütlich gemacht, jeder nach seinem Gusto….das war schon ein ordentliches Schlammbad.

Und als der Regen losging, sind wir schnell ins Cafe geflüchtet.

Ich mag ja diese Konsequenz, schaut mal her:

Genau, so isses.

Nach dem Essen hat Oskar dann ein Verdauungsschläfchen im Auto gehalten und ich bin mit Sofia noch durch die Freiflughalle und das Affenhaus gelaufen.

Und dann war auch dieser Auflug schon wieder vorbei, aber wie immer sehr nett und lohnenswert. Die Riesenspielplatzbereiche haben wir sogar gar nicht mehr richtig geschafft.

Erster Mini-Sommerurlaub im Vogelsberg

Letzte Woche sind wir für 5 Tage ins Häuschen nach Alsfeld gefahren. Nach dem Wasserschaden im letzten Jahr haben sich die Reparaturen über Weihnachten und Ostern hingezogen, bis jetzt…die Pfingstferien haben wir auch ganz knapp nicht geschafft und nun galt es, die Küche wieder einzuräumen und alles anzuschließen.

Deshalb mussten wir alle fahren, denn alleine mit den Kids, kann ich keine Schränke tragen und die 5 Tage waren die inzigen im Juli ohne Termine…ganz schön schlimm, aber so ist es nun mal, in Zeiten von Kindergärten-Sommerfesten  etc… alles vollgebucht.

Ich hatte ein bisschen Angst, seit dieser Wassergeschichte, male ich mir immer aus, was noch alles so passieren könnte und bei einem alten Haus…passiert einfach immer mal wieder etwas. Aber wir haben  einen kleinen Temperatur- und Luftfeuchtigkeitscomputer installiert, den ich über´s Handy abfragen kann und jetzt bin ich schon etwas beruhigter.

Aber, als hätte es der Vogelsberg gewusst und sich von der besten Seite gezeigt- es waren so schöne Tage…vielleicht war es auch der Entzug vom letzten Jahr. Das Wetter war toll, sogar richtig heiß (hier in Bayern herrschte dagegen Dauerregen, wie ich von überall zu hören bekam) die Gerstenernte war in vollem Gang, das bedeutete viele Traktoren, Anhänger und Mähdrescher, sehr zu Oskars Freude. Das große Kind habe ich sowieso kaum gesehen…es galt, die wenigen Tage mit Großcousine und Großtante zu nutzen. Da wurde stundenlang im Gartenzelt Barbie gespielt, Shoppingtouren nach Alsfeld geplant und Abendrunden mit dem Hund gedreht.

Das allerbeste Erlebnis, war aber laut Sofia, wie sie dann eines Abends noch die ausgebrochenen Rinder vom Nachbarn zusammentreiben mussten: Spannung und Westernfeeling pur- sie redet jeden Tag davon.

Wir haben, wider Erwarten, fast die ganze Liste abgearbeitet, alle Geräte angeschlossen, geputzt, geräumt und gewerkelt….gut ich gebe zu, zwischenzeitlich war ich auch gestresst…. wie immer, wenn man das Gefühl hat, man wird mit diesem Projekt einfach nicht fertig.

Aber deshalb sind die Brennesseln im Garten jetzt auch nur notdürftig gesenst….Hauptsache, die Küche steht und wir können im August dann für einen längeren Urlaub kommen… und im Herbst…und im Winter.

Ich meine, jetzt mal ehrlich- wenn selbst das Rübenfeld mit Unkraut so hübsch aussieht…hach. Dann bekomme ich so richtig Lust auf mehr Vogelsberg.

Ich habe Stefan gezwungen, ein paar Fotos von mir im Kornfeld in der Abendsonne zu machen. Als Erinnerung, an ein hoffentlich besseres Jahr im Ferienhäuschen.

Es gibt auch noch ein paar Bilder von unserem Ausflug in den Vogelpark, aber die kommen das nächste Mal.

Wir sind unterwegs, nach Schweden

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Hallo aus dem Vogelsberg!

Wir sind gestern in unseren Sommerurlaub gestartet und die halbe Strecke bis nach Alsfeld gefahren. Der perfekte Einstieg für den Sommerurlaub, eine kurze Heimat-Stippvisite bei schönstem Sommerwetter.

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Überall auf den Feldern wurde fleissigst gearbeitet, während wir unseren ersten Ferienabend genießen konnten.

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Aber nun ist es ja so, daß wir quasi nur auf der Durchreise waren und heute früh direkt weiter nach Kiel und zur Fähre gestartet sind. Und morgen sind wir dann schon in Schweden. Juchu!

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Das Märchenhaus in Alsfeld

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Hier kommt ein „Stadtausflug“ nach Alsfeld vom letzten Wochenende. Oben das Alsfelder Rathaus, weil es ein so schöner Fachwerkbau ist und den Alsfelder Marktplatz einfach dominiert aber unser eigentliches Ziel war das Alsfelder Märchenhaus. Alsfeld liegt schließlich an der Märchenstrasse und angeblich soll ja bei Rotkäppchen die rote Kopfbedeckung der Schwälmer Tracht gemeint sein. Sofia war jedenfalls schon ganz gespannt und hat uns die ganze Woche in den Ohren gelegen: “ Wann sehen wir und endlich da Märchenhaus an?“ Und da es am letzten Wochenende immer mal wieder geregnet hat und wir vom Räumen im Garten auch ein bißchen müde waren, kam so ein Museumsbesuch gerade recht.

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Das Märchenhaus von außen sieht schon mal schmuck aus. Oben hängt Rapunzels Zopf aus dem Fenster und Frau Holle schüttelt ihre Betten aus.

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Innen sind verschiedene Märchenszenen nachgebaut. Die sind alle wirklich liebevoll gestaltet, aber insgesamt fand ich doch alles ein bißchen kunterbunt zusammengewürfelt. Hier Puppen, dort geschnitzt und es war auch recht viel Goldlametta, z. B. bei der Goldmarie, im Spiel. Sofia hat es aber gefallen.

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Hier das Innere vom Hexenhäuschen.

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Im oberen Stockwerk gab es noch eine Puppenstubenausstellung mit antiken Puppenstuben, Kaufläden und Spiel-Bauernhöfen.

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Die war wirklich sehr schön und mit Liebe zum Detail nachgebaut, obwohl Sofia die Märchen unten besser fand, fand ich es oben deutlich interessanter.

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Wenn man ein bißchen mit der Kamera reinzoomt, könnten die Möbel fast auch als „groß“ durchgehen…

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Landleben

Hier Im Vogelsberg geht der Urlaub weiter. Faules Ferienleben gepaart mit Arbeiten am und um das Haus. Leckeres Frühstück aus handgetöpferten Müslischalen gehört definitiv zum faulen Ferienleben. Brotzeit für Sofia mit unserer Lieblingswurst: Hausmacher Blutwurst. So lecker! Stricken auf der … Weiterlesen

Endlich Sommerferien!

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Endlich Ferien! Wir sind im Ferienhäuschenurlaub in Hessen. Endlich! Sofia hat die Kindergartenferien mit einer Woche Sommergrippe gestartet, was mich auch ziemlich geschlaucht hat, aber seit dem Wochenende sind wir hier und genießen das Landleben in Hessen.

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Das Wetter ist perfekt. Warm und sonnig, abends aber schön kühl, so daß man trotzdem gut schlafen kann. Sofia ist im Straßen-Malkreide-Rausch und hat unseren gesamten Bürgersteig mit Hüpfkästchen vollgemalt und den Hof der Verwandtschaft mit diesem Kunstwerk (mit Hilfe von Tante Micha):

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Wahrscheinlich müssen wir bald neue Kreide kaufen gehen. Überhaupt klappt es mit beiden Kindern bis jetzt toi, toi, toi, sehr gut hier. Oskar ist super entspannt und hat (durch die Frischluft?) einen wahren Riesenappetit entwickelt…isst 2 Gläschen am Tag komplett weg + Milch und starrt bei jeder Mahlzeit auf meinen Teller- bzw reisst hoffnungsvoll den Mund auf, wenn ich mit der Gabel Richtung Mund gehe und schaut mich dann vorwurfsvoll an, wenn er nichts bekommt. Er hat bereits zermatschten Nudelsalat, Kartoffeln und Fleisch probiert und will mehr, mehr, mehr!

Das Dorf ist buzy, buzy in Erntestimmung. Überall fahren die Mähdrescher bis spät in die Nacht. Das gibt dem Dorfeingang einen leichten Touch von Prärie bzw, kann man im Mähdrescherstaub schöne Stimmungsbilder schießen.

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Das ist die Wiese hinter unserem Haus. Manchmal erwischt man auch die Nachbarspferde beim abendlichen Grasen dort.

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Das Häuschen befindet sich übrigens seit Anfang der 80er-Jahre im „Familienbesitz“. Damals wohnte dort eine türkische Familie, die in die Türkei zurückgegangen ist. Es gab ein Straßenfest zum Abschied mit einem Fäßchen Bier und einem Spanferkel und am nächsten Tag hatte mein Papa das Haus gekauft. In den nächsten 10 Jahren wurde es kernsaniert und war unser Baustellen-Wochenendhaus, unser Kindheitsparadies, unsere Villa Kunterbunt. Fertig wurde es nie. Anfang der 90er zogen wir schließlich von Wiesbaden komplett in den Vogelsberg, daß heißt es wurde seitdem nicht mehr genutzt und nach dem Tod meiner Eltern habe ich es übernommen. 2008 wurde es soweit saniert, daß man es nutzen kann (sprich eine Heizung eingebaut usw) – aber es gibt noch viel zu tun.

Morgen kommt ein Container, um den Garten zu entrümpeln. Hach ja!