Endlich Sommerferien!

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Endlich Ferien! Wir sind im Ferienhäuschenurlaub in Hessen. Endlich! Sofia hat die Kindergartenferien mit einer Woche Sommergrippe gestartet, was mich auch ziemlich geschlaucht hat, aber seit dem Wochenende sind wir hier und genießen das Landleben in Hessen.

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Das Wetter ist perfekt. Warm und sonnig, abends aber schön kühl, so daß man trotzdem gut schlafen kann. Sofia ist im Straßen-Malkreide-Rausch und hat unseren gesamten Bürgersteig mit Hüpfkästchen vollgemalt und den Hof der Verwandtschaft mit diesem Kunstwerk (mit Hilfe von Tante Micha):

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Wahrscheinlich müssen wir bald neue Kreide kaufen gehen. Überhaupt klappt es mit beiden Kindern bis jetzt toi, toi, toi, sehr gut hier. Oskar ist super entspannt und hat (durch die Frischluft?) einen wahren Riesenappetit entwickelt…isst 2 Gläschen am Tag komplett weg + Milch und starrt bei jeder Mahlzeit auf meinen Teller- bzw reisst hoffnungsvoll den Mund auf, wenn ich mit der Gabel Richtung Mund gehe und schaut mich dann vorwurfsvoll an, wenn er nichts bekommt. Er hat bereits zermatschten Nudelsalat, Kartoffeln und Fleisch probiert und will mehr, mehr, mehr!

Das Dorf ist buzy, buzy in Erntestimmung. Überall fahren die Mähdrescher bis spät in die Nacht. Das gibt dem Dorfeingang einen leichten Touch von Prärie bzw, kann man im Mähdrescherstaub schöne Stimmungsbilder schießen.

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Das ist die Wiese hinter unserem Haus. Manchmal erwischt man auch die Nachbarspferde beim abendlichen Grasen dort.

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Das Häuschen befindet sich übrigens seit Anfang der 80er-Jahre im „Familienbesitz“. Damals wohnte dort eine türkische Familie, die in die Türkei zurückgegangen ist. Es gab ein Straßenfest zum Abschied mit einem Fäßchen Bier und einem Spanferkel und am nächsten Tag hatte mein Papa das Haus gekauft. In den nächsten 10 Jahren wurde es kernsaniert und war unser Baustellen-Wochenendhaus, unser Kindheitsparadies, unsere Villa Kunterbunt. Fertig wurde es nie. Anfang der 90er zogen wir schließlich von Wiesbaden komplett in den Vogelsberg, daß heißt es wurde seitdem nicht mehr genutzt und nach dem Tod meiner Eltern habe ich es übernommen. 2008 wurde es soweit saniert, daß man es nutzen kann (sprich eine Heizung eingebaut usw) – aber es gibt noch viel zu tun.

Morgen kommt ein Container, um den Garten zu entrümpeln. Hach ja!

Ausflug zum Vogelpark Schotten

So, wir sind wieder da! Haben es gestern über die Autobahn im Ferienverkehr wieder bis ganz in den Süden geschafft und alles ausgepackt. Eigentlich wollte ich in dieser Woche noch sommerurlauben, aber jetzt ist es plötzlich schon so herbstlich kalt in der Luft. So wie es aussieht, wird es eher ein Herbst-Regenurlaub. Naja auch gut! Nachdem ich in Hessen keine einzige Masche gestrickt bekommen habe, ist mir Regen auch ganz recht.

Am Montag waren wir noch auf einem Familienausflug im Vogelpark Schotten. Der liegt hinter Scotten-Rudigshain mitten in der Pampa – ich war schon seit Jahren nicht mehr dort und ganz überrascht. Der Park hat sich enorm vergrößert, überall wird an- und ausgebaut. Eine sehr schöne unkomplizierte Atmosphäre und mit 4 Euro Eintritt pro Erwachsener wirklich günstig. Hauptteil ist immer noch der Tierpark. Aber inzwischen gibt es nicht nur Vögel, sondern auch viele andere Tiere und einen Streichelzoo.

Vögel gab es in allen nur erdenklichen Größen und Sorten. Eine echte Harry-Potter-Schneeule- sie hieß sogar Hedwig. Außerdem viele Papageien, Marabus, Gänse, Enten, Löffler, Störche…

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Der Park arbeitet mit den Schottener Sozialen Diensten zusammen. Das heißt hier arbeiten überall behinderte Menschen unter Anleitung in der Tierpflege und bei der Unterhaltung des Parks. Am Eingang kann man für 1,50 Euro Universal-Tierfutter kaufen, kleinen orangene Maisbällchen (sehen aus wie Frühstückscerealien), die man dann an die Säugetiere verfüttern darf. Das fand Sofia natürlich ganz toll. Sie hat sich auch mal eins zwischendurch – wupps in den Mund geschoben, sehr zur Belustigung der anderen Parkbesucher…hmmmm. Sie waren aber dann wohl doch nicht soo lecker.

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Die Streichelzootiere waren ein bißchen aufdringlich, vor allem der große Ziegenbock. Besonderer Trick: Tüte von unten aufbeißen und dann Futtermassen schnell auffressen. Hier das Lama und Alpaka-Gehege. Alle Gehege sind selbst gebaut und mit Holzschildern und den Namen der Bewohnern versehen. Wirklich nett gemacht.

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Die Erdmännchen waren besonders süß.

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In einer alten Fabrik/Lagerhalle ist eine Freiflughalle mit Reptilien- und Affenhaus zum Durchgehen eingerichtet. Es gab drei riesige Spornschildkröten, Totenkopfäffchen, entzückende superflitzend-schnelle Streifenhörnchen und einige Echsen zu bestaunen.

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Auf dem Gelände gibt es außerdem noch einen großen Spielplatz, einen Sinnespark mit Grillplätzen, Barfußpfad und einer Seilbahn, die es in sich hat. Und nach dem ganzen füttern findet sich auch noch ein Imbißwagen und ein nettes Café mit sehr gutem Kaffee und Kuchen, wenn man selbst etwas futtern möchte. Ein sehr schöner Auflug – wir waren bestimmt nicht zum letzten Mal da!

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Lebenszeichen…von Schränken und Straßenmalereien im Urlaub

Ein Lebenszeichen aus dem Urlaub. Wenn man wie ich total im Funkloch urlaubt, muss man schon einmal zu ungewöhnlichen Maßnahmen greifen. Hier die einzige Stelle auf der Straße, an der man Handyempfang hat.

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Zweites großes Projekt für den Urlaub: Schrank aufstellen. Gar nicht so einfach, wenn man dafür erst einmal Platz schaffen muss. Es blutet mir zwar das Herz, wenn ich dafür 260 Jahre alte Balken absägen muss, aber es hilft ja nix. Irgendwo muss der geerbte Schrank ja stehen. Meine lieben Handwerker haben sich etwas vermessen, deshalb mussten wir gestern nochmal mit der Säge über Kopf und dem Stemmeisen dran.

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Der Stand von gestern abend. Nur mal so zum Ausmessen die hintere Schrankwand aufgestellt. Dann noch schnell gestrichen und über Nacht trocknen lassen.

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Zwischendurch muss ja auch noch das Kind beschäftigt werden. Das sieht dann ungefähr so aus: Straßenkreide, Seifenblasen usw… Währenddessen kann ich schnell meine Dachwurzsammlung umtopfen und einen Platz für die Neuerwerbungen suchen.

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Heute Tag 2 vom Schrankprojekt.  Mit Hilfe der lieben Verwandtschaft den Schrank aufgebaut. Ich sage nur MASSARBEIT – mit 1 cm Marginal den Deckel draufbekommen – und das auch nur, weil die Füße rausgenomen wurden und erst hinterher wieder druntergeschoben wurden.

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Und so sieht das Ganze dann aus. Ein Standort für die Ewigkeit. Nach einer kleinen Reise vom Vogelsberg über Wiesbaden, Stumpertenrod ist er jetzt wieder 100 m Luftlinie von seinem ursprünglichen Standort angekommen. Jetzt fehlen nur noch die 15 Kisten Geschirr – die nach 5 Jahren Lagerung durchgespült und eingeräumt werden müssen. Juchu!

Urlaub im Vogelsberg

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Hallo ihr Lieben! Bin gerade am Packen und verschwinde ab morgen in den Urlaub im Vogelsberg. Ich bin schon ganz erwartungsvoll. Ein paar Projekte sind geplant. Wie immer mehr, als sich letztendlich verwiklichen lassen…aber mal sehen Außerdem habe ich zwei Tüten mit Wolle dabei, also langweilig wird es mir bestimmt nicht. Wir erwarten Tantenbesuch von der Ostsee und Sofia ist schon ganz aufgeregt. Wie immer habe ich dort kein Internet und werde versuchen zwischendurch mal etwas aus der „Stadt“ zu posten, aber ich bin nicht sicher ob das klappt.

Eine schöne Woche wünsche ich euch!

Landlust – Landfrust

Hallo ihr Lieben! Diese Blogpause war nicht geplant und völlig unfreiwillig. Ich habe am Dienstag morgen meine Sachen ins Auto gepackt, um mit der Kleinen für ein verlängertes Wochenende in den Vogelsberg zu fahren. Bis Dienstag morgen hatte ich noch Dienst, das heißt, das Ganze war ein bißchen stressig. Erst lang arbeiten, dann packen mit Diensthandy und zwischendurch nochmal notfallmäßig in die Praxis – dann Bereitschaft bis Dienstag 8.00 h und um 8.30 h gings dann los.  Eigentlich wollte ich mich hier ein bißchen erholen und in meinen Sachen kruschten und ein paar nette Blogeinträge aus Hessen schreiben, aber so einfach ging es dann irgendwie nicht.
Als erstes fand ich bei meiner Ankunft im Häuschen eine tote Amsel auf der Fensterbank im Eßzimmer. Wie sie dahin gekommen ist, ist mir vollkommen schleierhaft. Fakt ist, daß das arme Ding hier drin einige Tage vergeblich gegen sämtliche Fensterscheiben geflogen ist und dementsprechend auch alles zugeschissen hat. Ich weiß, dass letzte Woche die Schornsteinfeger da waren und das der eine Kaminschacht noch keinen Deckel hat, aber fliegt da ein Vogel rein- vom Dach? Oder hat er gebrütet und wurde runtergekehrt? Oder war die Tür offen und der arme Vogel ist reingeflogen? Tatsache ist jedenfalls: Das ganze Wohnzimmer, die Couch, alle Kissen und Decken, das Eßzimmer voll Vogelkacke und eine Leiche auf der Fensterbank auf der schon die Maden krochen- super. Also erstmal das Kind abgesetzt und beschäftigt, das Wasser angedreht und 2 x hier durchgewischt, Vogelkacke weggeputzt. Die Küche komplett geputzt und die Lappen danach weggeschmissen- bähhhh.
Danach habe ich dann erfahren, daß es gerade massive Telefonnetzprobleme gibt. Sprich kein D1-Netz seit 4 Wochen und kein WLAN bei meiner Verwandtschaft, das ich immer notdürftig mitbenutzen konnte. Sprich keine Blogeinträge und 2 Tage eingeschränktes Telefonieren mit meinem Handy, weil das D2 Netz auch total gesponnen hat. Super.

Wenn ich es schaffe, werde ich diesen Bloeintrag von einer Freundin aus heute nachmittag posten, aber sicher ist das nicht.
Langsam stellt sich so etwas wie Urlaubslaune ein. Es regnet nicht mehr- Juchu. Ich bin endlich wieder ausgeschlafen. Juchu. Und mit Putzen fertig- Doppeljuchu.

Also schnell noch ein paar Landlustbilder. Als erstes mein Briefkasten mit Holunderblüten. Als zweites eine Kletterrose in Alsfeld vor dem Hessenhaus – wie kann diese Rose Ende Mai im Vogelsberg schon so blühen? Als wir vom Frühstücken aus dem Cafe gegenüber rauskamen wurde sie gerade gestutzt und ich habe die Besitzer gefragt, was es für eine Rose sei, weil sie auch noch unheimlich gut riecht, aber er meinte er weiß es nicht mehr. Eigentlich sollte die Rose nur 2 m hoch werden, er meint, daß sie vielleicht falsch ausgezeichnet war und hat mir dann eine Knospe geschenkt. Die steht jetzt vor mir auf dem Esstisch.

Jetzt bleiben wir noch 2 Tage. Mal sehen, was sonst noch so alles passiert.

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Frühstück in Alsfeld im Flohmarktrock

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Noch ein paar Bilder vom letzten Samstag in Alsfeld. Samstag früh gabs noch ein Frühstück im Marktcafé nach unserem Abitreffen. Vor dem Frühstück haben wir noch eine kleine Runde über den Marktplatz gedreht. Hier unser schönes Rathaus mit einer Touristengruppe davor.

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Die Alfelder Elle – hier wurde früher an Markttagen Maß genommen und Stoff abgemessen, weil es kein einheitliches Längenmaß gab. 66 cm ist sie lang – ich weiß ja nicht was die damals für Unterarme hatten, aber meiner ist kürzer!

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Ich in meiner Steampunk-Jacke (wie sie Stefan nennt) und meinen Stiefeln aus Utrecht und einem Flohmarktrock von Zara – 4 Euro habe ich damals dafür bezahlt.

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Und Sofia in Wochenendlaune mit ihrer „neuen“ geerbten Eulenjacke, die sie schon heiß und innig liebt. Das wars jetzt mit Urlaubsfotos aus Hessen. Euch allen einen schönen Mittwoch!

 

 

Vor 20 Jahren…

Jetzt bin ich wieder daheim nach einer Woche Urlaub im Vogelsberg. Ausgeruht, zerschlagen vom Kisten schleppen und Erde schippen und immer noch etwas müde nach unserer 20-jährigen Abiturfeier vom letzten Wochenende.

Ich habe im Häuschen nach alten Bildern aus der Zeit gesucht, aber nur meine Abizeitung gefunden. Hier in Bayern habe ich dann sogar noch die Originalbilder entdeckt. Also hier: Tadaa- Kathi vor genau 20 Jahren!

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Ich kann mich noch genau an diesen Pulli erinnern. Mein absoluter Lieblingspulli – hatte ich glaube ich, 50 % meiner Oberstufenzeit an. Und wie toll man sich vorkam, mit Abitur in der Tasche – totale Freiheit und unüberwindbar. Jetzt nach der Schule kann es ja nur noch toll werden. Ich weiß überhaupt nicht, wer damals auf diese Gedanken gekommen ist? Zum Glück wusste ich nicht, daß im Gegensatz zu Studium und Arbeitsleben und was da alles so auf einem zukommt, Schule einfach nur ein Witz war. Naja, eigentlich hatte ich ja auch noch so gar keinen Plan, was ich mit dieser neugewonnenen Freiheit überhaupt anfangen wollte. Hauptsache, weg nach Schweden, und da war ich ja dann auch eine Weile.

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Und Kathi – ziemlich genau 20 Jahre – ein Studium, 4 Jahre in Schweden und genau 8 Jahre in Oberbayern – später. Fazit- etwas alt fühlt man sich schon, aber das waren 20 Jahre Leben wert.

Es war total nett alle wiederzutreffen und zu sehen was für unterschiedliche Wege doch alle gegangen sind. Manche sind dageblieben, manche zurückgekommen, einige sind in ganz Hessen verteilt und manche hat es sogar ins Ausland verschlagen.  Schön war´s – ich freue mich schon auf´s silberne Jubiläum in 5 Jahren.