Der erste Schnee in unserem Garten

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Am letzten Donnerstag fiel bei uns der erste Schnee. Am Freitagmorgen war dann das allerschönste Sonnen-Winterwetter und bevor die Hälfte vom Schnee wieder weggetaut war, habe ich schnell ein paar Fotos gemacht.

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Hier der Magnolienbaum in unserem Garten in voller Pracht. Ich kann es kaum erwarten bis er blüht- er ist einfach gigantisch groß.

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Hier sieht man sogar schon die Knospen für den Frühling. Ich bin schon sehr gespannt, welche Blüten letztendlich herauskommen.

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Ganz ungefährlich war es nicht. Ich habe nämlich ein paar Mal eine Schneedusche unter den Bäumen abbekommen, weil in der Sonne alles gleich geschmolzen ist.

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Aber das war es absolut wert.

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Hier der hintere Teil vom Garten mit Schaukel am Apfelbaum und dem Gartenhäuschen.

Unser November: Von Weckmännern, einem verregneten St. Martin und Novemberstrickereien

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Der November begann mit einem Paar Babysöckchen für einen neuen Erdenbürger. Und weil ich mir in den Kopf gesetzt hatte, daß sie richtig, richtig klein werden sollten, habe ich eine Anleitung von Sandnes abgewandelt – die Herzchensocken.

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Diese lustigen Weckmänner nach einem Rezept von Frollein Klein von Klitzeklein sind mir im November im Netz überall begegnet und auch wir haben sie nachgebacken (das Rezept findet ihr *hier)

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St. Martin war bei uns allerdings so verregnet, daß der Zug abgekürzt werden musste und selbst dann hat es die Laternen noch aufgeweicht. Aber die Feier mit Kaffee und Kuchen und verschiedenen Basteleien in der Kita war trotzdem schön.

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Ich habe mir in den Kopf gesetzt, für die Kinder passende Wichtelmützen für Dezember zu stricken. Die, für mich perfekte, Anleitung habe ich dazu bei Gustav och Berta in einem Weihnachtsheft gefunden.

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Ich stricke mit Drops Alpaka, weil es dort einen tolles weihnachtlichen Melange-Rotton gibt.

Und auch mein Pieceful-Cardigan ist ein ganzes Stück gewachsen. Ich bin jetzt in der 4. Reihe und man sieht die Farbgebung jetzt sehr schön. Leider geht es nicht so schnell, wie ich möchte, aber langsam und stetig wächst er. Bald komme ich an die Ärmellöcher.

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Verlinkt mit “Auf den Nadeln” von Maschenfein.

 

 

Adventsausstellung im Florentine in Traunstein

My_Ling-3Heute waren wir in der Adventsausstellung von meinem Lieblingsblumenladen, nämlich dem Florentine in Traunstein. Und weil alles so schön aussah und weil mein Lieblingsblumenladen zum Ende des Jahres schließt und ich ein bißchen traurig darüber bin, habe ich von daheim schnell die Kamera geholt und von der Ausstellung noch ein paar Fotos gemacht.

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Einen Kranz für die Haustür haben wir auch gefunden, Sofia und ich, aber jetzt schaut mal, was es innen alles zu bestaunen gab.

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Sofia hat sich sofort in die silberen Tannenbäumchen und den silbernen Hirsch verliebt. Sie hatte zwar ganz profimäßig ihre eigene Kamera dabei, aber sicherheitshalber, habe ich auch noch ein Bild gemacht.

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Hier die Schnittblumenabteilung. Dort kaufe ich auch immer mein Grünzeug für Flatlays und sonstige Fotoprojekte, weil es immer ganz ausgefallene, tolle Sachen gibt… bzw bald muß man ja sagen, gab…. schnüff.

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Oben ging die Ausstellung noch weiter. Sogar der Boden war mit Laub und Tannenzweigen ausgelegt – sah toll aus. An der linken Bildecke, könnt ihr es sehen.

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Ganz toll fand ich auch diesen Lichtring mit Piniennadeln.

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Oder diesen Kranz, der aussieht, wie ein Fell. In Wirklichkeit waren es Getreideährengrannen.

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Es weihnachtet schon ein bißchen …

* Dieser Blogpost enthält Werbung für hessnatur

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Nachdem die Temperaturen ja am Wochenende deutlich gesunken sind, kann man langsam auch an den Winter und an Weihnachten denken.

Ich durfte für hessnatur einige weihnachtliche Sachen stricken und dabei ihre brandneue Baby-Alpaka testen und eröffne somit offiziell die Vorweihnachtszeit auf dem Blog.

Jetzt werdet ihr euch fragen: Seit wann gibt es denn bei hessnatur auch Wolle? Tja, sehr ihr… es gibt seit Neuestem ein paar sehr exklusive Stricksets (ein kleines für eine Mütze und ein großes für einen Schal) aus feinster, weichester Baby-Alpaka und ich durfte sie schon verstricken.

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Herausgekommen ist ein gemütliches Streifenkissen und ein paar kleine Weihnachtsstrickereien – den gesamten Beitrag, inklusive der Anleitungen von mir, findet ihr im hessnatur Magazin als Beitrag zu Wasteless X-Mas (und zwar *hier).

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Die Schleife und die kleine Herztasche sind aus Wollresten schnell gestrickt und verschönern nicht nur Geschenke, sondern dann auch den Weihnachtsbaum.

Die Wolle lässt sich hervorragend verstricken und ist unglaublich weich. Für alle Interessierten: Lauflänge liegt bei 100 m/50 g und ich habe mit 4 mm-Nadeln gestrickt. Auch für alle Strickmamis hier, das Rostrot ist ein Traum und die Sachen sind schön warm für den Winter.

Also hüpft schnell rüber zu hessnatur, dort findet ihr alle Anleitungen und noch mehr Fotos von mir.

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Oktoberstrickereien…

*immer noch Werbung für Schachenmayr , da dieselbe Wolle für den #mixandknitkal…

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Der Oktober ist eigentlich einer meiner liebsten Strickmonate und jetzt sitze ich hier am Halloween-Abend, am LETZTEN Oktobertag und kann nur auf eine konstant lange Strickliste schauen – gar nichts wirklich abgehakt…puhh!

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Immerhin kann euch vielleicht die schöne Herbstdeko im Hintergrund vom Fräulein Tochter davon ablenken, daß ich beim Piecefulcardigan (Anleitung hier) erst in der dritten Reihe angekommen bin. Das ist auch fast das Einzige, was ich abends noch zustande bringe… insofern ist die Anleitung mit den kleinen Rechtecken schon sehr praktisch.

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Hier sehr ihr jetzt auch meine Reihen, abwechselnd in Indigo und Indigo Degrade, so daß mein Cardigan letztendlich gestreift wird, obwohl er ja eigentlich aus lauter kleinen Rechtecken besteht. Meine Wollauswahl in Blautönen findet ihr übrigens in diesem Blogbeitrag.

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Ich stricke dann mal weiter, alle Geister, Hexen und Mumien aus der Unterstadt waren inzwischen auch an unserer Tür und hoffe auf einen etwas ruhigeren November, der meine Liste schrumpfen lässt.

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Mein nachtblauer Pieceful Cardigan für den Schachenmayr #mixandknitkal

Werbung* für Schachenmayr

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Schachenmayr startet am 7. Oktober einen Knit-Along, bei dem alle zusammen ein neues Design von Tanja Steinbach stricken können, nämlich den Pieceful Cardigan (Infos über die Patchworkjacke findet ihr hier und am 7. Oktober wird dann auch die komlette Anleitung gratis für euch erscheinen)

Ich bin dabei und habe mir für meinen Cardigan eine ganze Palette an Blautönen ausgesucht (ihr kennt ja mein Motto “Blau, blau, blau sind alle meine Kleider…”) aber für einen kuscheligen Oversize-Cardigan ist in der Garderobe immer noch Platz, nicht wahr?

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Die Garne gehören alle zu einer neuen Serie von Schachenmayr, den Mix&Knit-Garnen in derselben Stärke, die man alle untereinander austauschen und damit unendlich viele verschiedene Farb- und Strukturkombinationen erreichen kann….genau das richtige, für jemanden wie mich, der sich so schwer eintscheiden kann, aber ich habe mich ganz brav an meine Vorgabe gehalten: Ein nachtblauer Basic-Cardigan soll es werden, der sowohl zum Kleid, als auch zur Jeans passt. Was mich leider auch nicht davon abhalten konnte, unzählige Farbkombinationen auf der Seite  durchzuprobieren…dieses Mix&Knit kann ganz leicht süchtig machen.

Meine Inspiration seht ihr oben (ich sage nur: Blau, blau, blau…) Ich stricke mit eher leichten flauschigen Garnen in dunkelblau und als Hingucker blitzt manchmal ein kleines bisschen weiß durch, wie ein Sternenhimmel eben.

Die genauen Farbnummern und auch die Inspirationen meiner Mitstrickerinnen findet ihr übrigens hier, auf dem Schachenmayr-Blog.

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Meine Wolle ist schon angekommen und wirklich ein Traum. Ich durfte für die Fotos schon ein bisschen mit ihr kuscheln….mit dem Anstricken warte ich noch bis Oktober, aber seht ihr, wie gut sie zu meinem neuen Kleid passt. Perfekt!

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So, und jetzt bin ich gespannt, wer noch dabei ist beim #mixandknitkal und was ihr alles für Kombinationen aus den neuen Garnen zaubert. Ein bisschen Zeit zum Aussuchen der Wolle habt ihr ja noch, bevor es am 7. Oktober losgeht.

Verlinkt mit “Auf den Nadeln” von Maschenfein

 

*Die Wolle wurde mir von Schachenmayr zur Verfügung gestellt

 

Apfelernte im neuen Heim

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Ihr Lieben,

wir sind angekommen im neuen Zuhause. Seit dem vorletzen Mittwoch schlafen wir im neuen Heim und inzwischen sind auch die Küche und die Betten aufgebaut und die allermeisten Kisten ausgepackt. Zeit für eine kleine Verschnaufpause heute im Garten, wo der Regen von letzter Woche doch endlich eine Pause eingelegt hat.

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Außerdem wollen die Äpfel geerntet werden. Hier seht ihr einen unserer drei Äpfelbäume, die Sorte kenne ich leider nicht, irgendein Winter-Lager-Gut-zum-Backen-Apfel.

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Die Stadtplatzkinder in ihrem neuen Element… die Armen, haben beide ziemlich protestiert, als es zum Abendessen zurück ins Haus ging. Sie haben wohl noch nicht ganz realisiert, wie leicht und schnell, man jetzt in den Garten zum Spielen kann, aber vor allem Oskar hatte ein Bad dringend nötig: Sand auf dem Kopf, im Gesicht und im Body.

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Schnell noch die Falläpfel aufgesammelt und mitgenommen. Ich habe auch endlich, endlich mal wieder die Kamera ausgepackt und konnte fotografieren, während das Kind gesammelt hat.

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Sofias Lieblings-Schneewittchen-Apfel an einem Ehrenplatz vor dem Gartenhaus.

Und schnell noch die Arbeit von der Mama dokumentiert:

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Zaunhohe Unkrautwucherungen an der Einfahrt neben der Birke entfernt. Freier Blick vom Garten auf den Zaun.

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Dafür jetzt ein Riesenberg Grünzeug auf der anderen Zaunseite… und das war jetzt nur eine kleine Ecke. O, weh… das gibt noch was, so verwildert, wie es hier ist!

Unser zweiter Tag bei Pippi & Co und ein paar Tips zum Besuch der Astrid Lindgrens Värld

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Fräulein Prusseliese und die Polizisten Kling und Klang zählen zu meinen absoluten Lieblingscharakteren in der Astrid Lindgren Welt. Sie sind einerseits wirklich dankbare, komische Rollen in tollen Kostümen, andererseits sieht man sie den ganzen Tag (neben ihren unglaublich vollgepackten Spielplänen) mit dem Fahrrad bzw Tandem durch den Park sausen, eine Kaffe trinken oder Diebe jagen, immer zu 100% in ihrer Rolle. Oben seht ihr Sofia, die war mit ihren braven Zöpfen ein Kind ganz nach Prusselieses Geschmack… und hat sich danach mit ihr über den Vorteil von Wendepailletten-T-Shirts unterhalten…sehr lustig war das.

Aber nun zum Montag, unserem 2. Tag in der Astrid Lindgrens Värld (die wirklich großen Fans sagen einfach ALV und die Schweden lieben ja auch solche Abkürzungen…also, ihr wisst Bescheid)

Es war der erste Schultag in Schweden: Der Parkplatz war gähnend leer (bis auf zwei Handvoll Deutsche und einer Handvoll Schweden mit Kindern im nicht-schulpflichtigen-Alter), das Wetter weiterhin unbeständig (aber wir hatten aus dem Vortag gelernt und waren jetzt voll regentauglich ausgestattet) und der ganze Park hatte sich vom professionellen, effizienten Durchschleusen kinderreicher Touristenfamilien (und das ist jetzt durchaus nicht negativ gemeint, ich meine, wie soll man sonst den Massen Herr werden, ich hatte die Effizienz am Vortag mehrmals bewundert) zu einem gemütlichen Schlendermodus gewandelt – alles war entspannt, alle hatten waaaahnsinnig viel Zeit… wir staunten und nahmen dankend an.

Unser erster Stop ging wie immer zur Villa Kunterbunt, die Tochter musste schließlich Pippi begrüßen.

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Die hatte sich auch schon auf die veränderte Zuschaueranzahl eingestellt, packte kurzerhand alle Kinder auf die Hoppetosse und startete eine Segelschule-für zukünftige-Seeräube mit Schatzsuche auf dem See. Hier seht ihr einen Matrosen Goldmünzen aus dem Wasser fischen und Sofia fand es toll…wir Eltern mussten nämlich brav an der Villa Kunterbunt warten und durften nicht mit…pfffh!

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Ein kurzer Stop bei den Flößen über´s Wasser und weiter ging es zu den Brüdern Löwenherz. Das Heckenrosental und das Kirschtal sind die allerneuesten Bauten in der ALV und waren vor 2 Jahren noch nicht geöffnet, als wir dort waren. Und sie sind soooooo toll geworden. Sie orientieren sich an etwas grösseren Kindern mit Ritter-und Burgen-Fetisch, der “Kampftag” nachmittags hat deshalb auch eine Altersgrenze von 9 Jahren, aber das Ambiente, wunderschön, direkt wie aus der “Zeit der Märchen und Sagen” mit Burg und Katlahöhle und allem drum und dran, eben genauso, wie es sein soll.

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Ich musste sofort mein Strickzeug rausholen und im Haus der Brüder Löwenherz etwas stricken und zum hundertsten Mal davon träumen, daß ich mir genau so ein Häuschen, Holzhaus, Bauernhof, Burg mit nach Hause nehmen könnte und in unserem Garten aufstellen könnte, DAS wäre schön.

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Aber jetzt mal ehrlich Leute – der perfekte Strickplatz, oder?

Sofia traf noch ihre Namensvetterin “Sofia mit den Tauben” und verstand sich sofort prächtig mit ihr und Oskar rannte 10 Runden durch den Garten vom Tulpenhof, ins Haus durch den Pferdestall wieder raus und wieder durch den Garten…

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Wir schauten noch kurz in Katthult vorbei, aber da war auch alles beim Alten. Das oben ist übrigens 10 Sekunden, bevor Alfred zu Lina sagt: “Du Lina, das mit dem Heiraten lassen wir doch lieber bleiben, das ist Schiet…”

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Nach dem Essen spielten wir “Nicht-den-Boden-berühren” und ich ging noch kurz in die Krachmacherstraße. Hauptsächlich zum Kaffee holen, dazu später mehr und um die perfekteste Vintage-50er-Jahre-Küche zu bewundern, die ich kenne, nämlich in Lottas Haus.

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Und nachdem wir ein paar Goldmünzen in den Merchandise-Läden gelassen hatten, ging es auch schon wieder nach Hause. Komplett und zu 100% müdegespielt, außerdem hatte es auch wieder zu regnen begonnen.

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Ganz zum Schluß, habe ich noch ein paar Life-Hacks zum Besuch der Astrid Lindgren Welt für euch – falls es euch interessiert, alle anderen können einfach weiterscrollen:

1. Der Laden ist wahnsinnig gut organisiert. Trotzdem ist es in der Hauptsaison hilfreich, die Tickets online zu bestellen und dann einfach den QR-Code am Eingang einscannen zu lassen. Nun war bei uns ja keine wirkliche Hauptsaison mehr, aber am Sonntag war es durchaus voll… (Es gibt sogar ein Gerücht, daß manche Familien in Majkens Restaurant Frühstück buchen, weil man dann schon vor  der offiziellen Öffnung auf das Parkgelände darf, dann das Frühstück runterschlingen und sich um halb 10 schon IM Park vergnügen, während am Einganstor alle mit den Hufen scharren, aber das ist bestimmt nur ein Gerücht…)

2. Die Preise sind ziemlich gesalzen, aber der Park ist jeden Cent wert (meine persönliche Meinung) und wenn man schon hinfährt, sollte man nicht knausern und gleich zwei Tage buchen. Das nimmt aus dem Besuch den Stress heraus, an einem Tag die Kinder durch den Park zu hetzen um alle Theatervorstellungen der Lieblingsfiguren mitzubekommen und man hat auch Zeit, eine Stunde an einem alten verrosteten Traktor zu verplempern oder sich einfach mal für ein Weilchen auf die Wiese zu legen und vom Spielen auszuruhen.

3. Ein bißchen Recherche und Vorarbeit erleichtert das Familienleben ungemein. Es gibt auf der Webseite (alv.se) den aktuellen Spielplan zu sehen und Ja: alle Theatervorstellungen finden auf Schwedisch statt! Wenn man allerdings die verschiedenen Episoden mit den Kindern vorher schon etwas bespricht, spart man sich unendliches “Was passiert jetzt…” Gequake während der Vorstellungen und man kann die Handlungen, dank der tollen Schauspieler durchaus auch nachvollziehen, ohne daß man fließend Schwedisch spricht. Auch Kinder, die nur Pippi und sonst keine einzige andere Figur von Astrid Lindgren kennen, verpassen eine ganze Menge…

Man sollte die Uhr etwas im Auge behalten, um nicht mit zwei hungrigen Kindern um halb eins ganz oben im Wald an der Mattisburg  zu stehen, meilenweit vom nächsten Restaurant entfernt. Wir waren am Sonntag etwas früher dran mit dem Mittagessen und 15 min danach stand die Schlange bis auf den Hof des Stadsmästergarden heraus (Also kurz nach 12 war die perfekte Zeit, um noch einen Tisch zu bekommen) Das Essen ist übrigens superlecker, es wird viel Wert auf regionalen Einkauf und Biokost gelegt und die Portionen sind, wie der Schwede so schön sagt “lagom”. Dafür darf man aber mit dem abgegessenen Teller auch noch etwas nachholen, wenn man noch hungrig ist.

3. Kaffe ist ein leidiges Thema in ganz Schweden und auch in der ALV. Die Schweden sind ungeheuer stolz auf ihren Kaffee, nur leider schmeckt er grauenhaft und ich kann ihn nicht trinken. In der ganzen ALV gibt es genau 2 Stellen mit etwas brauchbareren Kaffee (toll ist er nicht, aber es geht). Wer also Latte oder Cappuchino braucht, der findet ihn in der kleinen, kleinen Stadt im Schokoladenladen auf dem Weg zur Villa Kunterbunt und in A. Larssons Bäckerei in der Krachmacherstraße. Auch gibt es im Alms Diversehandel direkt nebenan ein seltenes Exemplar, der vom Aussterben bedrohten Bankautomaten in ganz Schweden, falls man Bargeld abheben möchte. Wahrscheinlich wird man direkt danach von Kling und Klang verhaftet, weil in ganz Schweden niemand mehr mit Bargeld herumläuft, aber nun ja.

4. Schöne Ideen, die ich sonst noch von der ALV mitgenommen habe: Ein Armband mit der Handynummer der Eltern für die Kids (gibt es direkt am Eingang), wie auch Bollerwägen zum Ausleihen. Der Park ist ein Nichtraucherpark, Raucher werden hinter hohen Hecken mit einem Aschenbecher weit ab vom Hauptweg versteckt, was mir sehr gefällt (Raucherschandecken sind im Plan auch eingezeichnet) Im Restaurant gibt es kleine Blumenspritzen mit Wasser zum Reinigen von allem Möglichen: vollgekleckerte Tische, runtergefallene Gabeln und essensverschmierte Kinder – Superidee! Wer nicht ins Restaurant möchte, kann sich einfach Grillsachen mitnehmen- es gibt überall Grillplätze und die Kohle wird gestellt.

5. Beim Thema Kinderwagen versteht das Personal keinen Spaß! Die müssen nämlich vor den Bühnen, auf jeweiligen Parkplätzen abgestellt werden und es gibt Massen an Kinderwägen im Park, noch nie habe ich so viele auf einmal gesehen – etwas doof nur, wenn man gerade ein schlafendes Kind drinliegen hat, aber aus brandschutzrechtlichen Gründen unerlässlich. Dann muß eben ein Elternteil beim Kind bleiben, wie gut, wenn man dann noch einen zweiten Tag  gebucht hat, um das verpasste Thater nachzuholen, nicht wahr?

Von Småland und unserem Besuch in der Astrid Lindgrens Värld

Hallo ihr Lieben!

Wir sind inzwischen wieder gut zu Hause angekommen, aber ich schulde euch ja noch die Bilder von der letzten Ferienwoche und die kommen jetzt.

Am vorletzten Wochenende sind wir bei Regen und Nebel in Sundsvall aufgestanden und haben kaum die Pferde auf der Weide gesehen, so herbstlich war alles.

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Aber eine laaaaange Autofahrt später in Småland hatten wir den allerschönsten Altweibersommer-Abend, den man sich nur wünschen konnte.

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Wir hatten ein Ferienhäuschen hinter Vimmerby auf dem Land gemietet um die nächsten zwei Tage Astrid Lindgrens Welt unsicher zu machen, ein spezieller Tochterwunsch für unsere Schwedenreise und wer bin ich, daß ich da nein sage… Astrid-Lindgren zieht schließlich immer, auch bei Mamas!

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Aber erst einmal wurden noch schnell die Kinder nach der langen Autofahrt gelüftet und bei Oskar ist angesichts der Stierherde hinterm Haus auch endlich der Groschen gefallen und er hat zum ersten Mal MUH gesagt. (Endlich, endlich, nach wochenlangem Training daheim – ob morgens beim Frühstück mit der Milchtüte oder mit wunderschönen muhenden Kuh-Youtube-Videos- er hat weiter hartnäckigst alle Tiere mit “Mau” betitelt und das kratzt ja dann schon ein wenig an der Tierärztinnen-Mama-Ehre, nicht wahr?)

Und am Sonntag war es dann soweit: Auf zur Astrid-Lindgren-Welt.

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Tja, was soll ich sagen, ich habe keinerlei Erfahrung mit anderen Freizeitparks als Vergleich, aber dieser Park ist einfach etwas ganz, ganz Besonderes.  Das Ambiente ist traumhaft schwedisch-kitschig schön, die Anlagen supergepflegt, das Personal professionell freundlich und superhilfreich und IMMER nett, mehr Kinderfreundlichkeit geht einfach nicht, das Essen ist lecker und die kleinen, kleinen gebauten Welten, die Theatervorstellungen und die Schauspieler… es ist, als ob man direkt in die Bücher- und Märchenwelt von Astrid Lindgren eintaucht. So wundervoll gemacht! Und man kann spielen, spielen, spielen.

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Als erstes haben wir Pippi begrüßt, Sofias Heldin schlechthin! Es gab eine kleine Theatervorstellung und danach durfte man Pippi begrüßen und die Villa Kunterbunt erkunden.

In Schweden war der Sonntag, der letzte vor Schulbeginn und es waren viele, viele Familien im Park, aber trotzdem hat sich im Park alles verlaufen, so daß man nie das Gefühl hatte, es wäre zu voll.

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Dann sind wir durch die kleine, kleine Stadt gewandert. Schaut euch nur dieses Mini-Schaufenster mit dem Mini-Pippi-Pulli an…hach, dafür muss man die Schweden einfach lieben.

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Wir haben auf Katthult vorbeigeschaut und den Svenssons beim Sommerlieder singen zugehört.

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Und als aich danach alle zertreut haben, um Hühner zu füttern oder Stühle zu reparieren, habe ich mich ein bißchen zu Alma zum Stricken gesetzt und geratscht. Das war übrigens ein ganz persönliches kleines Highlight von mir.

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Sie hat sich beschwert, weil Lina wohl letztens ihr Strickzeug in der Hand hatte und lauter Löcher reingestrickt hat….hihi.

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Oskar war total begeistert von diesem alten Traktor… und nicht mehr wegzubekommen. Ich fürchte, wir müssen uns auch so einen in den Garten stellen.

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Zum Mittagessen waren wir im Stadsmästargården und den Nachtisch haben wir uns in der Bonbonmacherei direkt nebenan geholt.

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Auf dem Weg zur Mattisburg kamen wir an einer der vielen Grillplätze vorbei. Die richtig, richtig coolen Schweden haben nämlich Hotdog-Würstl und Brot dabei und grillen dann vor Ort (Brennmaterial und Grill wird gestellt und liegt bereit, übrigens überall in Schweden an öffentlichen Grillplätzen… man muss nur das Essen selbst mitbringen)

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Und dann kam ein Regenschauer und ein Gewitter und wir sind superschnell zum Auto geflüchtet. Aber morgen gibt es noch Bilder zum 2. Tag in der Astrid-Lindgren-Welt und auch ein paar Tips für den Besuch dort.

Am Meer auf Alnö und über die Surströmming-Premiere in Schweden

Weiter geht´s mit unserem Urlaubsbericht aus Schweden. Am Donnerstag letzter Woche waren wir noch in Sundsvall und sind auf die vorgelagerte Insel Alnö gefahren.

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Das ist eine kleine vulkanische Insel in der Ostsee, mit schönen Sandstränden und Klippen und auch einem Hafen mit Fischerbooten. Leider war es ziemlich bewölkt. Der Sommer liegt hier oben einfach schon in den letzten Zügen: Sandbuddeln und Stricken ging zwar gut, aber Baden nicht so wirklich…zumindest nicht für uns Deutsche. Ein paar abgehärtete schwedische Kiddies sprangen zwar im Wasser rum, aber die sind dann auch bald nach Hause gegangen.

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Sofia und Oskar hatten trotzdem ihren Spaß, wie man sieht.

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Und ich konnte ein bisschen an meinen Kindersöckchen stricken. Die durften auch etwas im Sand modeln, mit Rettungsreifen im Hintergrund und dann sind wir auch schon wieder nach Sundsvall zurückgefahren.

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Wir hatten noch ein Date mit dieser Dose. Am Donnerstag war nämlich Surströmming-Premiere in Schweden, ihr wisst ja, dieser vergorene Fisch in den ausgebeulten Dosen, um den sich viele, viele Geschichten ranken. Da es schon fast 10 Jahre her war, daß ich ihn zuletzt gegessen hatte, hatten wir eine Dose gekauft.

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Und so sehen sie aus, die Filets – recht unschuldig eigentlich.

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Marie, bei der wir in Sundsvall gewohnt haben, hat die Dose übrigens mit Handschuhen unter Wasser im Spülbecken geöffnet und dann gleich den Sud entfernt. Es roch trotzdem – zum Glück war es nicht allzu warm – wie eine Mischung aus Misthaufen und Fisch, aber erträglich.

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Und so habe ich ihn gegessen. Zuerst hartes Tunnbröd, dann gekochte heiße Kartoffeln darauf, in Scheiben, Creme fraiche und rote Zwiebeln und ganz oben die Filets, kleingehackt und verteilt. Also einen ganzen Fisch so, würde ich mir jetzt auch nicht in den Mund stecken. Es schmeckt eigentlich in dieser Kombi ganz gut, aber der Geruch kommt halt irgendwann durch und dann bin ich doch lieber auf normalen Abba Sill umgestiegen. Die Männer am Tisch haben übrigens gar nicht mitgegessen und Stefan musste plötzlich gaaaaanz lange Oskar ins Bett bringen und erschien erst nach dem Essen wieder unten.

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Am Freitag hat es geregnet. Wir haben einen Abstecher zu einem Flohmarkt (Loppis) nach Timrå gemacht. Sofia fand, es gab dort nur Schrott (weil kein Kinderspielzeug) und hat das auch lauthals verkündet. Ich hoffe nur die Ladeninhaber haben kein Deutsch verstanden… Auf dem Rückweg haben wir noch das Schloß Merlo angeschaut. Ein klitzekleines Sommerhäuschen (!) eines vermögenden Holzhändlers Friedrich Bünsow, übrigens ursprünglich aus Deutschland stammend aus dem 19 Jh.

Und am Samstag ging es dann auch schon wieder südwärts, nach Småland.

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